Wirtschaft

Landwirte protestieren in Bonn [1:44]

Montag, 14. Oktober 2019 | 18:46 Uhr

Landwirte in der Stadt: In Bonn haben am Montag mehrere Hundert Landwirte vor dem Bundeslandwirtschaftsministerium demonstriert. Der Eingang des Ministeriums war mit Traktoren blockiert.

Die Proteste richteten sich gegen neue Gesetze und Verordnungen, die nach Meinung dieser Landwirte zu Lasten der Landwirtschaft gehen – unter anderem das Insektenschutzprogramm und die Düngeverordnung. Bernhard Conzen, Präsident des Rheinischen Landwirtschaftsverbandes RLV, sagte, die Regierung solle mit den Landwirten reden:

“Wenn man nicht mehr miteinander spricht und die Fachleute, die draußen wirtschaften, nicht zurate zieht, und über die Köpfe hinweg entscheidet, dann ist das ein Signal, dass man die Gesellschaft nicht mehr als solches akzeptiert und bewertet. Wir erwarten eigentlich von der Bundesregierung, dass wir angesprochen werden und in der Umsetzung dieser Maßnahmen mit beteiligt werden, damit wir unseres dazugeben können, damit es dann auch machbar ist. Wem hilft es denn jetzt, wenn wir nicht dabei sind.”

Fünf Bauernverbände aus Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz hatten die Aktion organisiert.

Martin Hofstetter, Landwirtschaftsexperte bei Greenpeace, sagte zu diesem Thema, grundsätzlich seien solche Proteste legitim. Doch sei der Veränderungsdruck ja vor allem deshalb so groß, weil viel zu lange an Praktiken festgehalten worden sei, die Umwelt und Tiere schädigten. Es könne nicht darum gehen, immer mehr und immer billiger zu produzieren. Solche ein System zerstöre unsere Lebensgrundlagen. Daher sei nun die Politik nicht zuletzt in Bonn, Berlin und Brüssel gefordert, neue Richtlinien für eine Landwirtschaft der Zukunft festzulegen.

Von: reuters

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