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Liverpool erinnert an Katastrophe im Hillsborough-Stadion [1:23]

Montag, 15. April 2019 | 16:59 Uhr

Das Match zwischen FC Liverpool und Nottingham Forest am 15. April 1989 endet wenige Minuten nach dem Anpfiff in einer Katastrophe.

Die Zuschauerränge im Hillsborough-Stadion von Sheffield sind hoffnungslos überfüllt, um das Spiel trotzdem sehen zu können drängen immer mehr Fans nach vorne, Richtung Spielfeld. Aber am Zaun gibt es kein Weiterkommen. Die Besucher, darunter viele Jugendliche, werden von den nachrückenden Menschenmassen erdrückt oder in Panik zu Boden getrampelt. Etliche versuchen, sich über die Tribüne zu retten. Die Tragödie kostet 96 Liverpool-Fans das Leben. Hunderte werden verletzt.

Mit einer Kranzniederlegung und einer Schweigeminute hat die Stadt Liverpool am Montag an die Opfer erinnert.

Der Kampf um Gerechtigkeit für die Toten und Verletzten dauert aber auch 30 Jahre nach der Katastrophe noch an. Vor rund zwei Wochen endete ein Prozess gegen den ehemaligen Polizeichef von Sheffield, David Duckenfield, der wegen fahrlässiger Tötung angeklagt war, ohne Ergebnis. Die Jury konnte sich nicht auf ein Urteil einigen. Duckenfield hat die Vorwürfe gegen ihn zurückgewiesen.

Graham Mackrell, der ehemalige Geschäftsführer des Clubs Sheffield Wednesday, zu dem das Hillsborough Stadion gehört, wurde wegen Verstößen gegen Sicherheitsvorschriften am Arbeitsplatz verurteilt.

Von: reuters

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