Politik

London geht mit Brexit-Hardliner Johnson Mission EU-Ausstieg an [2:04]

Dienstag, 23. Juli 2019 | 15:20 Uhr

Mit dem Brexit-Hardliner Boris Johnson an der Spitze der Regierung steuert Großbritannien künftig auf den Ausstieg aus der EU zu. Der einstige Londoner Bürgermeister setzte sich in einer Stichwahl um die Parteiführung der Konservativen mit mehr als 45.000 Stimmen Vorsprung gegen Außenminister Jeremy Hunt durch, wie die Tories am Dienstag in London mitteilten. Boris Johnson nannte dann auch direkt seine großen Ziele als Premierminister und Parteichef, die nun höchste Priorität hätten:

“Und wir kennen das Mantra der Kampagne, die gerade hinter uns liegt. Für den Fall, dass Sie es vergessen haben: Wir müssen den Brexit vollziehen, dieses Land vereinigen und Jeremy Corbyn besiegen. Und das ist es, was wir machen werden: Jeremy Corbyn besiegen.”

Am Mittwoch soll Johnson zum neuen Premierminister ernannt werden. Der 55-jährige Ex-Außenminister folgt Theresa May, die den mit der EU ausgehandelten Austrittsvertrag nicht durchs Parlament bringen konnte. Nun soll Johnson die historische Brexit-Aufgabe schultern. Die ersten Reaktionen aus Brüssel auf die Wahl Johnsons ließen nicht lange auf sich warten. Vizepräsident der EU-Kommission, Frans Timmermans am Dienstag:

“Ein Brexit ohne Abkommen, ein harter Brexit, wäre eine Tragödie – für alle Seiten, nicht nur Großbritannien. Ich bin keiner, der sagt: ‘Oh Gott, sie werden leiden.” Nein, wir werden alle leiden, wenn das passiert.”

Boris Johnson gilt als die schillernde Galionsfigur der Austrittsbefürworter. Und er will das Land bis Ende Oktober von Europa lösen – mit oder ohne Austrittsvertrag. Er betonte daher auch nach der Bekanntgabe seiner Wahl am Dienstag, dass er den Brexit am 31. Oktober hinbekommen werde. Wie das genau passieren soll, das hat er bisher noch offengelassen.

Von: reuters

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