Politik

Malu Dreyer: “Die SPD ist nicht führungslos” [1:53]

Sonntag, 02. Juni 2019 | 16:47 Uhr

HINWEIS: Dieser Beitrag enthält keinen Sprechertext

O-Ton SPD-Vize Malu Dreyer: “Na ja, die Lage ist tatsächlich sehr, sehr ernst, gerade. Und, alles andere wäre nicht richtig, das zu sagen, und wir sind uns dieser Lage sehr bewusst. Und deshalb ist es mir auch wichtig noch mal zu sagen, dass wir keine Entscheidung jetzt über’s Knie brechen, sondern dass wir uns einfach beratschlagen werden und genau miteinander überlegen müssen, wie es weitergeht. Wichtig ist trotzdem das Signal, dass diese Partei nicht führungslos ist. Ich bedauere dies zutiefst, dass Andrea Nahles diese Entscheidung für sich getroffen hat, auch wenn ich großen Respekt davor habe. Aber klar ist auch, wir sind als Stellvertreter gewählt, auch als Vorstand gewählt, um tatsächlich dann auch entsprechende Beschlüsse zu schließen und deutlich zu machen, ja, es geht natürlich weiter mit der SPD. Und wir werden auch Wege finden, um aus dieser ernsten Lage herauszukommen. (SCHNITT)

Also, mich belastet das auch und es berührt mich wirklich sehr stark, dass es tatsächlich in den letzten Wochen so war, dass es teilweise hat an der Solidarität wirklich gemangelt, und dass wir teilweise eben auch Wortäußerungen zur Kenntnis nehmen müssen, die ganz und gar nicht dem entsprechen wie ich finde, dass wir respektvoll miteinander umgehen sollten. (SCHNITT)

Frau Nahles hat in einer sehr schwierigen Situation sich bereiterklärt Parteivorsitzende zu werden, wir haben uns vorgenommen, einerseits die Partei zu erneuern, inhaltlich neu aufzustellen. Andererseits nach einer schwierigen Entscheidungsfindung in der großen Koalition gut mitzuregieren. Das alles zusammen sind schon große Herausforderungen, zumal die SPD insgesamt schon seit vielen, vielen Jahren eben nicht auf dem aufsteigenden Ast ist. Und in sofern war das wirklich eine Mammutaufgabe, und was sie uns mitgegeben hat mit ihrer Entscheidung ist, dass diese Partei solidarisch zusammenstehen muss. (SCHNITT)

Und wenn wir es jetzt nicht verstehen, alle zusammenzuhalten und gemeinsam, solidarisch einen Weg da raus zu finden, dann sieht es wirklich schwarz aus für die SPD.”

Von: reuters

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