Politik

Merkel – bin dankbar für 18 Jahre CDU-Parteivorsitz [2:13]

Donnerstag, 06. Dezember 2018 | 15:43 Uhr

Alles bereit für den großen Tag? Angela Merkel inspiziert die Halle für den CDU-Bundesparteitag in Hamburg – zum letzten Mal als Chefin der Partei. 18 Jahre stand sie an der Spitze der Christdemokraten. Am Freitag wird in der Hamburger Messe Merkels Nachfolger oder Nachfolgerin gewählt. Merkel selbst tritt nicht mehr an. Die Nikoläuse am Rednerpult liegen schon bereit, hier werden Annegret Kramp-Karrenbauer, Friedrich Merz und Jens Spahn ihre Bewerbungsreden halten. Auf mehreren Regionalkonferenzen hatten sich die drei Kandidaten den CDU-Mitgliedern präsentiert, mit teils heftigen Debatten, besonders im Endspurt war der Ton noch einmal schärfer geworden. Merkel lobte am Donnerstag aber den Findungsprozess.

“Man kann also sagen: Die Partei hat sich intensiv beschäftigt und vorbereitet und auf die 1001 Delegierten kommt natürlich nun eine wichtige Aufgabe zu, damit auch die Weichen für die zukünftige Führungsmannschaft zu stellen. Und deshalb freue ich mich auf den Tag morgen, und bin wie alle anderen auch natürlich gespannt. Das ist Demokratie pur, wenn Auswahl besteht. Und den Rest, den werden die Delegierten entscheiden.”

Zu ihren eigenen Emotionen sagte Merkel:

“Es fühlt sich so an, dass ich sehr dankbar bin. Ich meine, ich war jetzt über 18 Jahre lang Parteivorsitzende. Das ist eine lange, lange Zeit. Und in dieser Zeit hat die CDU natürlich Höhen und Tiefen erlebt, aber sie hat auch die Bundestagswahl viermal so gestalten können, dass wir die Bundeskanzlerin stellen. Und das ist etwas, wo wir den Wählerinnen und Wählern zu Dank verpflichtet sind, wo jetzt aber der Zeitpunkt kommt, wo einfach für die nächste Bundestagswahl auch die Vorbereitungen getroffen werden müssen in Zeiten, die sich sehr stark ändern. Ich bin dankbar für diese Zeit, die hinter mir liegt und freue mich als Bundeskanzlerin noch weiter arbeiten zu können.”

Bis 2021 will Angela Merkel als Regierungschefin der großen Koalition weiter machen. Mehrere CDU-Spitzenpolitiker haben betont, dass die Wahl des CDU-Chefs nicht automatisch eine Vorentscheidung über den nächsten Unions-Kanzlerkandidaten sei. Im Rennen um den CDU-Vorsitz haben laut Umfragen derzeit Merz und Kramp-Karrenbauer die Nase vorn.

Von: reuters

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