Politik

Morales hofft auf vierte Amtszeit in Bolivien [2:04]

Mittwoch, 16. Oktober 2019 | 16:18 Uhr

Zusammenstöße am Dienstag in Santa Cruz in Bolivien: Am Rande einer Wahlkampfkundgebung mit dem linksgerichteten Präsidenten Evo Morales gab es auch Proteste und gewaltsame Auseinandersetzungen. Nicht alle Menschen in Bolivien finden es gut, dass Morales, der erste indigene Präsident des Landes und seit fast 14 Jahren relativ unumstritten an der Macht, nun auf eine vierte Amtszeit hofft. Morales sagte dazu während der Kundgebung:

O-Ton: “Die Menschen hier in Santa Cruz sind friedlich. Diejenigen, die versuchen, zur Gewalt aufzuwiegeln, wenden sich gegen die Demokratie und sind damit außerhalb der Politik. Die Menschen weltweit bemerken das, woher die Gewalt kommt – von kleinen Gruppen. Schwestern und Brüder, wenn wir zusammenhalten, dann werden wir diese Menschen bezwingen. Denn diese Personen lieben es nicht, das Volk von Bolivien.”

In Umfragen führt Morales weiterhin klar, wenn auch nicht mehr so deutlich wie in früheren Jahren. Er kann demzufolge mit 35 bis 40 Prozent der Stimmen rechnen. Sein stärkster Herausforderer dürfte Carlos Mesa werden, der als eher rechtsgerichtet gilt und laut Umfragen etwa 25 Prozent erreichen mag. Der Ex-Präsident sagte dieser Tage beim Wahlkampf in der Hauptstadt La Paz:

O-Ton: “Es gibt da eine tiefe, tiefe Furcht in den Reihen der Regierung, der Autoritären. Sie sind es, die heute furchtsam sein müssen. Denn sie haben mitbekommen, wie sich die Wahlstimmung in der Bevölkerung neu ausbalanciert.”

Der Amtsinhaber und Sozialist Morales dürfte die erste Wahlrunde am Sonntag, dem 20. Oktober, zwar gewinnen. Aber falls er dabei nicht wenigstens 40 Prozent der Stimmen und zugleich mindestens zehn Prozentpunkte Vorsprung auf den Zweitplatzierten erreicht, kommt es am 15. Dezember zu einer Stichwahl hier in Bolivien.

Von: reuters

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