Vermischtes

Mordermittlungen gegen Deutschen im Fall “Maddie” [2:23]

Donnerstag, 04. Juni 2020 | 14:22 Uhr

Im Fall der seit 13 Jahren vermissten Madeleine McCann hat die Staatsanwaltschaft Braunschweig Mordermittlungen gegen einen 43-jährigen Deutschen eingeleitet.

Die damals dreijährige “Maddie” war im Mai 2007 aus einer Ferienanlage in Portugal verschwunden. Der Fall hatte weltweit für Schlagzeilen gesorgt.

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat die Ermittlungen übernommen, weil der Beschuldigte vor seinem Auslandsaufenthalt seinen letzten Wohnsitz in diesem Gerichtsbezirk hatte. Christian Wolters, Sprecher der Staatsanwaltschaft Braunschweig:

“Bei den Beschuldigten handelt es sich um einen mehrfach vorbestraften Sexualstraftäter, der unter anderem auch wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern bereits verurteilt wurde. Derzeit verbüßt er in anderer Sache eine längere Haftstrafe. Der Beschuldigte lebte zwischen 1995 und 2007 regelmäßig an der Algarve, unter anderem einige Jahre in einem Haus zwischen Lagos und Praia da Luz. Nach unseren Erkenntnissen ging er in diesem Zeitraum im Raum Lagos mit mehreren Gelegenheitsjobs nach, unter anderem in der Gastronomie. Weitere Anhaltspunkte legen nahe, dass der Beschuldigte seinen Lebensunterhalt zudem durch die Begehung von Straftaten finanzierte, darunter Einbruchdiebstähle in Hotelanlagen und Ferienwohnungen, aber auch Drogenhandel.”

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig gehe davon aus, dass das verschwundene Mädchen tot sei, sagte Wolters. Angesichts der laufenden Ermittlungen könnten zum jetzigen Zeitpunkt keine weiteren Informationen zum Sachverhalt und keine weiteren Einzelheiten zu den konkreten Tatvorwürfen und den bisherigen Ermittlungsergebnissen mitgeteilt werden, hieß es. Fragen waren bei dem Statement der Staatsanwaltschaft am Donnerstag nicht zugelassen.

Das Bundeskriminalamt hofft auf weitere Hinweise aus der Bevölkerung und hat auf seiner Internetseite unter anderem Fotos eines möglichen Tatfahrzeugs veröffentlicht. Dabei handelt es sich um einen Jaguar mit deutschem Kennzeichen. Am Tag nach “Maddies” Verschwinden sei der Jaguar auf einen neuen Halter umgemeldet worden. Zudem verwiesen die Ermittler auf einen VW-Bulli mit portugiesischem Nummernschild, in dem der Verdächtige zeitweise gewohnt haben soll. Für Hinweise zur Aufklärung der Tat wurde eine Belohnung von 10.000 Euro ausgesetzt.

Von: reuters

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