Politik

Nato-Staaten beraten über Geld und “Hirntod” [1:17]

Mittwoch, 04. Dezember 2019 | 12:19 Uhr

In London beraten die Nato-Staats- und Regierungschefs am Mittwoch über die Zukunft des transatlantischen Bündnisses. Nachdem US-Präsident Donald Trump erneut zu niedrige Verteidigungsausgaben etwa Deutschlands kritisiert hatte, wird mit einer erneuten Debatte über Geld gerechnet. Auf der Agenda steht aber auch eine Diskussion über die strategische Ausrichtung des Bündnisses, das etwa eine eigene Weltraumabteilung beschließen will.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte Zweifel an der gegenseitigen Bündnisverpflichtung der Nato-Staaten geäußert und von einem “Hirntod” gesprochen. Trump kritisierte dies zwar als “beleidigend”, sagte aber seinerseits, es sei eine interessante Frage, ob man Staaten verteidigen solle, die weniger als zwei Prozent ihrer Wirtschaftsleistung für Verteidigung ausgäben.

Es wird auch ein Streit mit dem Nato-Land Türkei für möglich gehalten, das im Nachbarland Syrien einmarschiert war.

Zudem will die Nato nach Angaben von Generalsekretär Jens Stoltenberg erstmals die neue geopolitische Bedeutung Chinas diskutieren. Das Land sei für das westliche Verteidigungsbündnis “Chance und Herausforderung” zugleich, sagte Stoltenberg. Diese Formulierung findet sich auch in der Londoner Erklärung, die der Nato-Gipfel verabschieden soll.

Von: reuters

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