Politik

Neue Waffen für mehr Demokratie [1:49]

Mittwoch, 13. November 2019 | 12:26 Uhr

Das Vorgehen der Demonstranten in Hongkong wird immer heftiger.

Auf dem Campus der Universität sind am Mittwoch Teilnehmer der prodemokratischen Bewegung beim Aufrüsten zu sehen. Für gewalttätige Auseinandersetzungen mit der Polizei will man vorbereitet sein. Auf einem Aussichtspunkt halten diese Teilnehmer nach möglichen Angriffen Ausschau, während andere schon für den Ernstfall trainieren.

Für die immer heftiger gewordenen Straßenschlachten testen die zum Großteil regierungsfeindlichen Demonstranten neue Waffenkonstruktionen aus.

Am Dienstag wurde auch der Einsatz von Bogenschützen geprobt.

“Wir benutzen Pfeile mit Feuer, verschütten Öl an den Barrikaden und setzen Molotow-Cocktails ein. So können wir unsere Distanz zu der Polizei wahren und sicherstellen, dass wir uns sicher zurückziehen können.”

Immer wieder kommt es bei den Demonstrationen zu Gewalt und Auseinandersetzungen mit der Polizei, die bereits mehrfach auf Kundgebungsteilnehmer geschossen hat. Erst am Montag hatte ein Polizist, wie hier zu sehen, einen Teilnehmer niedergeschossen und schwer verletzt. Ein weiterer Mann wurde bei den Ausschreitungen angezündet. Dies veranlasste die Regierungschefin Carrie Lam dazu, die Demonstranten als “Feinde des Volkes” anzuprangern.

Die Bildungsbehörde teilte mit, dass am Donnerstag alle Schulen geschlossen bleiben sollen. Ein Polizeisprecher verurteilte das gewaltsame Vorgehen der Protestierenden scharf. Die Sonderverwaltungsregion befinde sich laut ihm “am Rande des totalen Zusammenbruchs”.

Die Proteste hatten im Juni als Widerstand gegen einen inzwischen zurückgezogenen Gesetzentwurf begonnen, der Auslieferungen Beschuldigter an die Volksrepublik China ermöglichen sollte. Doch die Demonstranten sehen auch allgemeine Freiheiten gefährdet, die die ehemalige britische Kolonie noch genießt.

Von: reuters

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