Politik

Neue Zusammenstöße in Chile [1:04]

Freitag, 22. November 2019 | 08:53 Uhr

Die chilenische Hauptstadt Santiago kommt nicht zur Ruhe. Auch am Donnerstag lieferten sich Demonstranten und die Polizei wieder heftige Straßenschlachten. Viele Menschen warfen Steine und versuchten, die Polizisten mit Lasern zu blenden. Die Polizei setzte Wasserwerfer und Tränengas ein.

Am Mittwoch hatte ein Bericht der Menschenrechtsgruppe Amnesty International für Aufsehen gesorgt. Demnach hätten Polizei und Armee im Laufe der Auseinandersetzungen unterschiedslos Demonstranten angegriffen, mit dem Ziel, sie zu verletzen und zu bestrafen. Die Sicherheitskräfte hätten scharfe Munition eingesetzt und mit Fahrzeugen Demonstranten umgefahren. Außerdem seien Fälle von Folter und sexuellem Missbrauch in Polizeigewahrsam dokumentiert. Die Polizei kommentierte die Vorwürfe bislang nicht.

Seit Beginn der Unruhen Mitte Oktober sind bislang mindestens 23 Menschen ums Leben gekommen, etwa 2000 Demonstranten und 1700 Polizisten wurden verletzt. Die Polizei hat bislang etwa 7000 Menschen festgenommen.

Von: reuters

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Politik

Neue Zusammenstöße in Chile [1:02]

Dienstag, 19. November 2019 | 11:29 Uhr

Auch einen Monat nach Beginn der Proteste kehrt in Chile keine Ruhe ein. In der Hauptstadt Santiago lieferten sich Demonstranten auch am Montag Straßenschlachten mit der Polizei. Viele Demonstranten fordern eine Abkehr vom neoliberalen Wirtschaftsmodell, einen Ausbau des Sozialstaates und eine Änderung der Verfassung, die noch aus Zeiten der Pinochet-Diktatur stammt.

Die konservative Regierung unter Sebastian Pinera hat nun eine Reihe von Neuregelungen versprochen, um den Protestierenden entgegen zu kommen. Unter anderem sollen die Renten und der Mindestlohn erhöht werden. Außerdem kündigte er an, dass gegen Polizisten ermittelt werden soll, die in den letzten Wochen Demonstranten misshandelt haben.

Grund für die Unruhen in dem an sich wohlhabenden südamerikanischen Land ist die krasse soziale Ungleichheit. Die ärmere Hälfte der Bevölkerung besitzt hier nur etwa 2 Prozent des Vermögens. Vom Wirtschaftswachstum kommt bei den meisten Menschen kaum etwas an. Auch wenn sie arbeiten, können sich viele Menschen Arbeit grundlegende Dinge des täglichen Bedarfs nicht mehr leisten.

Von: reuters

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