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Notre-Dame: Der Morgen nach dem Brand [2:23]

Dienstag, 16. April 2019 | 07:46 Uhr

Am frühen Morgen nach dem Brand wird das Ausmaß der Zerstörung deutlich. Das Dach der weltbekannten Kathedrale Notre-Dame ist fast vollständig ausgebrannt, der Spitzturm auf dem Dachfirst wurde durch die Flammen zerstört und stürzte kurz darauf ein. In Frankreichs Hauptstadt Paris ist man sich noch unklar darüber, wie es dazu kommen konnte.

Eine Passantin äußert ihr Bedauern:

“Es ist wirklich eine furchtbare Situation. Mehr als 356 Jahre sind da eben in Flammen aufgegangen. Bemerkenswert ist es zudem, dass es am Geburtstag von Leonardo Da Vinci passierte. Eine Geschichte ging somit zu Ende, ein globales Erbe und architektonisches Werk. Sehr traurig. Die ganze Welt wird trauern.”

Die Ermittlungsbehörden gehen aktuell von einem Unglück aus. Laut einem Medienbericht könnte der Brand mit Renovierungsarbeiten zusammenhängen, die am Dach der Kirche vorgenommen wurden. Während die Aufräum- und Ermittlungsarbeiten weiter gehen, blickt Präsident Emmanuel Macron bereits nach vorne. Noch am selben Abend besuchte er die Unglücksstelle.

“Heute Nacht meine ich es wirklich ernst. Wir werden die Kathedrale zusammen wieder aufbauen. Es ist bereits zweifelsohne ein Teil von Frankreichs Schicksal und ein Projekt, das uns die nächsten Jahre beschäftigen wird. Dazu bin ich verpflichtet. Morgen wird eine nationale Spendensammlung eröffnet. Weit hinter unseren Grenzen möchte ich die vielen Menschen darum bitten, zu spenden. Und dann werden wir sie wieder aufbauen.”

Die Notre-Dame ist ein Meisterwerk der Gotik und wird jedes Jahr von Millionen Touristen besichtigt. Laut einem Medienbericht will bereits die Milliardärsfamilie Pinault rund 100 Millionen Euro für den Wiederaufbau bereitstellen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel sprach von einem Symbol für unsere europäische Kultur und sagte “unsere Gedanken sind bei unseren französischen Freunden”. US-Präsident Donald Trump riet noch am Abend des Brandes dazu auf, Löschflugzeuge einzusetzen. Davon sah die Feuerwehr nach eigenen Angaben jedoch ab, weil dadurch der Einsturz des gesamten Gebäudes gefährdet worden wäre.

Von: reuters

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