Wirtschaft

Positano putzt sich raus [1:46]

Samstag, 23. Mai 2020 | 14:42 Uhr

Zwar erfährt ganz Italien derzeit eine Lockerung der Coronamaßnahmen, doch hier an der malerischen Amalfiküste blieben die Touristen am Himmelfahrtswochenende vorerst aus.

Die pastellfarbenen Häuser am Hang in Positano stehen symbolisch für die gesamte Amalfiküste. Für gewöhnlich geben sich hier am blauen Meer Filmstars, Schriftsteller und andere Berühmtheiten die Klinke in die Hand. Auch bei Flitterwöchnern ist die Gegend sehr beliebt.

Ob und wenn ja wann sie alle wiederkommen, bleibt abzuwarten. Sicher scheint aber, dass Tourismus überall auf der Welt in Zukunft wohl unter verschärften Hygienemaßnahmen stattfinden wird.

Die Italiener jedenfalls dürfen noch nicht frei reisen. Die Regionen sollen selbst entscheiden, wann die Strände für die Allgemeinheit geöffnet werden. Kampanien, die Region, in der die Amalfiküste liegt, will noch abwarten.

“Wir können nur abwarten”, sagt Michele De Lucia, Bürgermeister von Positano. “Aber wir wissen, dass uns jeden Tag Menschen anrufen, die unser schönes Positano besuchen wollen. Es gibt also Bedarf, auch seitens der Italiener. Das war in den vergangenen Jahren nicht so.”

Der Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für Italien. Die Branche macht 13 Prozent des Bruttoinlandprodukts aus und stellt auch 13 Prozent der Arbeitsplätze. Durch die Coronapandemie sieht das jetzt anders aus: Restaurants, Hotels und Bars blieben wochenlang geschlossen, Passagierflugzeuge am Boden.

Sollten die Touristen in der Coronakrise weiter fern bleiben, könnte das die italienische Wirtschaft 100 Milliarden Euro kosten.

Von: reuters

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse den ersten Kommentar!


wpDiscuz