Politik

Proteste im Sudan dauern an [1:47]

Montag, 15. April 2019 | 11:38 Uhr

Frieden und Freiheit wünschen sich diese Demonstranten in der sudanesischen Hauptstadt Khartum. Nach 30 Jahren unter dem autokratisch regierenden Machthaber Omar al-Baschir fordern sie eine Revolution, hin zu einer zivilen Regierung. Vor dem Verteidigungsministerium setzten Tausende Demonstranten am Sonntag eine seit Tagen andauernde Sitzblockade fort.

“Wir sind hier noch nicht fertig, wir bleiben, weil die Revolution noch nicht da ist, wir geben nicht auf.”

Nach monatelangen Demonstrationen hatte die Armee Machthaber al-Baschir am Donnerstag zum Rücktritt gezwungen und anschließend einen Militär-Übergangsrat ausgerufen, der den Sudan über einen Zeitraum von zwei Jahren regieren soll. Die Demonstranten aber fordern eine zivile Regierung sofort. Der Militärrat zeigte sich am Sonntagabend offen für eine Zusammenarbeit mit der Opposition.

“Der Ball liegt jetzt bei ihnen”, sagte der Sprecher des Gremiums, Shams El Din Kabbashi. “Es geht um den Zeitplan zur Regierungsbildung und die politischen Kräfte und andere Gruppen, auch Jugend- und Frauenorganisationen, sind jetzt am Zug. Wenn Sie bereit sind und sich auf Etwas einigen können, sind wir bereit das auszuführen.”

Laut Militärrat hat die Opposition nun eine Woche Zeit, um Vorschläge zu machen. Die wichtigste Protestgruppe, die SPA, kündigte an, dem nachzukommen. Sie unterstrich aber zugleich, dass die Macht umgehend an eine Zivilregierung übergeben werden müsse. Bis die “Ziele der Revolution” erreicht seien, würden die Proteste fortgesetzt. Auch mit dem “Sit-In” vor dem Verteidigungsministerium. Die SPA rechnet damit, dass die Protestveranstaltung dort aufgelöst werden soll. Ein entsprechender Versuch sei bereits im Gange, teilte die SPA am Montag mit.

Von: reuters

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse den ersten Kommentar!


wpDiscuz