Kultur

Provokante Corona-Kunst mitten in München [1:29]

Mittwoch, 18. November 2020 | 20:06 Uhr

Ein Hingucker, der zum Nachdenken anregen soll. Eine Kunstinstallation mit 111 Schaufensterpuppen auf dem Münchner Marienplatz am Mittwoch rief auf zu mehr “Achtsamkeit und Wertschätzung” der Menschen während der Corona-Krise. Der Künstler Dennis Josef Meseg mit weiteren Details zu seinem Werk:

“Die Installation, das stille Mahnmal, die stille Mahnwache besteht aus 111 Schaufensterfiguren in einer unterschiedlichen Konstellation: es sind Jugendliche, Kinder, Erwachsene, Männer, Frauen, kleine und große. Es ist ein Durchschnitt der Bevölkerung, die in rotes und weißes Flatterband eingewickelt sind. Das steht symbolische für die Distanzierung, die zu Corona-Zeiten zwischen den Menschen stattfindet. Den Figuren fehlen bewusst Gliedmaßen, was für die Bewegungseinschränkung steht. Das Medium Mannequin habe ich gewählt, um den Stillstand, den jeder im Moment fühlt, in der der Gesellschaft, dass die Wirtschaft still steht, dass das Leben im Prinzip ein bisschen zum Stillstand gekommen ist.”

Die Aktion in München ging zwar nur über einen Tag, fand jedoch bereits in anderen Städten statt. Und wie der Meseg bestätigte, provozierte sein Werk bereits ein Kaleidoskop an Reaktionen: Von Tränen der Rührung bis hin zu Aggressionen gegen die Schaufensterpuppen. Diese Kunst scheint also durchaus einige Menschen stark zu berühren. Die nächste Installation ist für den 18. Dezember in Essen geplant.

Von: reuters

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