Vermischtes

Prozess gegen mutmaßlichen Doping-Arzt begonnen [1:13]

Mittwoch, 16. September 2020 | 14:31 Uhr

In München hat am Mittwoch der Prozess gegen den mutmaßlichen Doping-Arzt Mark S. und vier Helfer begonnen. Dem 42-Jährigen wird von der Staatsanwaltschaft vorgeworfen, über mehrere Jahre an diversen Sportlern Blutdoping durchgeführt zu haben. Außerdem soll er seinen Helfern seit 2011 das Doping beigebracht haben. Darüber hinaus wird Mark S. wegen gefährlicher Körperverletzung angeklagt.

Für den Haupttäter sei laut Oberstaatsanwältin Anne Leidig eine mehrjährige Haft wahrscheinlich, bei den Helfern werde es ganz stark auf den jeweiligen Hilfsbeitrag ankommen. Zudem hatten die Ermittler 23 involvierte Sportler identifiziert.

“Letztendlich ist es aber so, dass in Deutschland, jedenfalls bis zur Einführung des neuen Antidopinggesetz, das nicht strafbar war für den Sportler, weshalb wir tatsächlich in unserem Verfahren eben nur den Arzt und die Helfer angeklagt haben.”

Einige Athleten, besonders Winter- und Radsportler, standen bereits in Österreich vor Gericht und erhielten wegen Dopings Bewährungsstrafen.

Für einen der größten Dopingprozesse hierzulande hat das Landgericht München 26 Verhandlungstage bis Weihnachten veranschlagt.

Von: reuters

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