Politik

Regierungsgegner in Ecuador feiern [1:58]

Montag, 14. Oktober 2019 | 20:20 Uhr

Feiern in den Straßen – aber laut Regierung gehen auch die Unruhen in Ecuador trotz der verhängten Ausgangssperre von Präsident Lenin Moreno weiter. Moreno hatte nach Protesten seinen umstrittenen Erlass zurückgenommen, der zugunsten eines Kredites des Internationalen Währungsfonds Sozialkürzungen verlangt hatte. Der mittlerweile rechtsgerichtete Präsident sagte dazu:

O-Ton: “Wir wollen jetzt mit der Arbeit an diesen Dinge loslegen. Zu den Bedingungen, auf die wir uns nun verständigt haben. Es geht um ein neues Dekret, das nun verbessert ist und das Ressourcen erlaubt für die, die sie dringendsten benötigen. Ich habe kein Problem damit, den alten Erlass zu streichen, also den, der die Ärmsten so hart getroffen hätte.”

Bürger zeigten sich erfreut über ihren Sieg gegen das Regierungslager:

O-Ton: “Wir feiern! Es ist vor allem unsere Wertschätzung gegenüber den indigenen Demonstranten – die haben auch uns vertreten und geholfen, denn das Umschwenken der Regierung ist ein Sieg für alle! “

O-Ton: “Es ist eine Feier für uns, denn wir können nun etwas verschnaufen nach so vielen Tagen des Todes, der Massaker und anderer schlimmer Dinge, die Ekuador durchmachen musste.”

O-Ton: “Wir haben alle die Hoffnung, dass unsere Anstrengungen der vergangenen 12 Tage des Widerstandes nicht umsonst waren. Wir trauern, weil unsere Brüder im Kampf getötet wurden. Aber wir hoffen, dass diese Tode auch bestraft werden. Wir hoffen, dass der Wille des Volkes umgesetzt wird.”

Die Proteste hatten sich am Wegfall der Subventionen für Treibstoff entzündet, da dieser Wegfall vor allem die ärmeren Bürger durch insgesamt deutlich höhere Lebenshaltungskosten belastet.

Von: reuters

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