Vermischtes

Roboter-Faultier sammelt Daten [1:56]

Donnerstag, 25. Juni 2020 | 12:45 Uhr

Faultiere sind Meister der Energieeffizienz. In ihrem natürlichen Lebensraum bewegen sie sich üblicherweise so gemächlich, dass sogar Algen in ihrem Fell wachsen, und sie in tropischen Regenwälder so perfekt getarnt sind. Ingenieure des Georgia Institute of Technology haben sich die Energiespartaktik der gemächlichen Säuger zum Vorbild genommen und ein Roboter-Faultier konstruiert, den sogenannten “Slothbot”.

O-TON Magnus Egerstedt, Professor für Robotik am Georgia Institute of Technology:

“Der Slothbot ist anders als alle anderen Roboter. Er ist ein hyper-energieeffizienter Roboter, der uns bei der Umweltdatenerfassung hilft, indem er einfach zwischen den Bäumen präsent ist und interessante Dinge in der Welt um ihn herum aufzeichnet.”

“Die Idee entstand eigentlich, als ich in Costa Rica war, und eine leichte Bessesenheit mit Faultieren entwickelt hatte. Wie können diese Kreaturen überhaupt existieren? Sie hängen dort oben, als ob sie nur darauf warten, von Adlern oder Jaguaren gefressen zu werden. In Wirklichkeit ist ihre Langsamkeit eine absichtliche Strategie. Und wenn man Roboter einsetzen will, die irgendwo für lange Zeiträume autark unterwegs sind, dann müssen auch sie nicht schnell sein. Manchmal ist es tatsächlich besser, langsam zu sein.”

Im Blätterdach des Botanischen Gartens von Atlanta wird der Slothbot getestet. Solarpaneele auf seinem Bauch versorgen ihn mit Energie. Entlang eines über 30 Meter langen Drahtseils misst er Temperatur, Wetter, CO2-Gehalt und weitere Werte. Slothbot ist so programmiert, dass er sich nur dann bewegt, wenn es notwendig ist, etwa um die Batterien in einer Lichtung zu laden.

Von: reuters

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