Politik

Russische Luftabwehr-Raketen in Türkei eingetroffen [1:22]

Freitag, 12. Juli 2019 | 15:54 Uhr

Ungeachtet amerikanischer Warnungen sind am Freitag die ersten Teile des russischen Raketenabwehr-Systems vom Typ S-400 in der Türkei eingetroffen. Russische Transportflugzeuge haben die Rüstungsgüter nach Angaben des türkischen Verteidigungsministeriums zum Luftwaffenstützpunkt Murted außerhalb von Ankara geflogen. Der türkische Aussenminister, Mevlut Cavusoglu:

“Der S-400-Deal ist längst beschlossene Sache und der Prozess geht weiter. Wir koordinieren gerade die Flug- und Personalgenehmigungen. Unser Verteidigungsministerium hat bereits eine entsprechende Erklärung abgegeben. Derzeit gibt es kein Problem und die Lieferung wird fortgesetzt.”

Damit überschreitet das Nato-Mitglied eine von der USA gezogene rote Linie. Die Vereinigten Staaten haben Sanktionen angedroht für den Fall, dass die S-400-Batterien vom türkischen Militär übernommen werden. Die Regierung in Washington befürchtet, dass Russland über das S-400-System Zugang zu geheimen Daten des US-Kampfjets F-35 erhalten könnte, wenn dieser von dem Luftabwehr-System erfasst wird. Die USA wollen der Türkei daher entgegen früheren Plänen keine F-35 liefern.

Von: reuters

Kommentare

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1 Kommentar auf "Russische Luftabwehr-Raketen in Türkei eingetroffen"


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Franz10
Franz10
Neuling
3 Tage 23 h

Bravo Türkei! Erdogan ist mir sonst nicht sympathisch, ganz und gar nicht, aber hier hat er Mut bewiesen und den Gangstern aus Übersee Paroli geboten. Ich schlage folgende Sanktion gegen die Türkei vor: Man erkennt die PKK als legitime Vertretung der Kurden an und hebt ihren völlig ungerechtfertigten Terroristenstatus auf.

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