Politik

Russland und Türkei geben Kurden 150 Stunden zum Abzug aus Grenzzone [1:36]

Dienstag, 22. Oktober 2019 | 21:09 Uhr

Die Türkei und Russland wollen den Kurden in Syrien weitere 150 Stunden zum Abzug aus der von der Regierung in Ankara geplanten Sicherheitszone einräumen. Entsprechend äußerte sich der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan am Dienstag nach einem Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin im russischen Sotschi:

“Ab 23. Oktober, 12.00 Uhr, werden YPG-Terroristen und ihre Waffen innerhalb von 150 Stunden entfernt. Ihre Befestigungen und Stellungen werden zerstört. Nach 150 Stunden werden im Westen und Osten des betroffenen Gebiets Türken und Russen gemeinsam Patrouille gehen. Alle Terroristen der YPG und ihre Waffen werden aus dem Gebiet entfernt.”

Die Türkei hatte eine Offensive gegen die kurdische YPG-Miliz auf syrischem Gebiet begonnen. Eine bisher geltende Feuerpause sollte am Dienstagabend auslaufen.

Zuvor hatten die USA hatten ihre Truppen aus dem Gebiet abgezogen und die Unterstützung der kurdischen Milizen beendet.

Russland hatte angekündigt, den Vorschlag von Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer für eine international kontrollierte Sicherheitszone im Norden Syriens prüfen zu wollen. Die CDU-Chefin hatte vorgeschlagen, in Nord-Syrien eine international kontrollierte Sicherheitszone unter Einbeziehung der Türkei und Russlands einzurichten.

Von: reuters

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