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Ryainair Streik könnte langwierig werden [1:34]

Freitag, 10. August 2018 | 09:19 Uhr

HINWEIS: DIESER BEITRAG ENTHÄLT KEINEN SPRECHERTEXT

Ingolf Schumacher, Vereinigung Cockpit

“Es ist ganz wichtig, dass das Dreieck zwischen den Aktionären, den Beschäftigten, und den Passagieren in einer Balance ist. Und wenn dieses Dreieck so stark zu Lasten der Beschäftigten im Ungleichgewicht ist, wie das gerade bei Ryanair der Fall ist, dann sind am Ende des Tages alle die Verlierer, und das zeigt sich gerade heute.”

“Ja, zunächst mal möchte ich den Passagieren sagen, dass wir das ausdrücklich bedauern, dass sie solche Unannehmlichkeiten erfahren. Es ist aber unvermeidbar gewesen, Ryanair trägt die Verantwortung in der jetzigen Situation, dass es hier so weit gekommen ist.”

“Wir müssen damit rechnen, dass das ein sehr langwieriger Arbeitskampf wird, hier, dass wir eventuell über mehrere Wochen und Monate hier im Konflikt mit Ryanair bleiben.”

“Ich glaube, die Piloten sind bereit und, wie sich gezeigt hat, auch das Kabinenpersonal in vielen, vielen Ländern. Ich glaube, auch hier in Deutschland ist das Kabinenpersonal stocksauer auf das Unternehmen und wird sich auch organisieren. Ich gehe davon aus, dass wir wirklich diesen Wandel bei Ryanair jetzt durchsetzen werden.”

“Sie werden keinen Ryanair-Piloten finden, der öffentlich bereit ist, hier Stellungnahmen abzugeben, in ihrem Land oder in Deutschland, weil er Angst haben muss vor Repressalien. Er musste in seinem Arbeitsvertrag unterschreiben, dass er nichts sagt.”

“Es ist auch völlig unverständlich, dass man den Kabinenbesatzungen und den Piloten auf der einen Seite so viel Verantwortung gibt für die Passagiere auf der anderen Seite aber, wenn es darum geht mit dem Unternehmen hier in einen Austausch zu treten völlig mundtot machen will.”

Von: reuters

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