Vermischtes

Schlägertrupps dringen in Campus ein [1:37]

Montag, 06. Januar 2020 | 13:31 Uhr

In der Nacht zu Montag sind in Indien mehrere Hundert Studenten auf die Straße gegangen.

Laut Augenzeugen sind Schlägertrupps in eine renommierte Universitäten in der Hauptstadt Neu Delhi eingedrungen und haben Studenten angegriffen. Die Schläger sollen maskiert und mit Stöcken bewaffnet gewesen sein. Es soll mehrere Verletzte gegeben haben.

Die Studenten der Universität Jawaharlal Nehru, JNU, hatten zuvor gegen eine Anhebung der Studiengebühren protestiert.

O-Ton Alumni JNU: „Die Tore des Campus sind zu, und die Polizei steht hier. Von drinnen wird berichtet, dass Schlägertrupps durch die Wohnheime gehen und die Studenten verprügeln. Und die Polizei steht hier und macht die Tore zu. Und drinnen, wo Leute geschlagen werden ist niemand.”

O-Ton Studentin: “Wir sind hier in Indien, wir sind doch keine Bananenrepublik, ich bin total geschockt.”

Laut Aussagen der Polizei sind Beamte später auf dem Campus patroulliert, um für Ruhe zu sorgen.

Studenten erzählten, die Schlägertrupps seien Mitglieder einer hindunationalistischen Jugendorganisation. Ihre Dachorganisation, die RSS, steht der Regierungspartei Indiens nahe. Die hindunationalistische BJP, hat die Macht bereits in der zweiten Legislaturperiode inne und verfolgt eine zunehmend hindunationalistische Politik.

Unter ihrer Regierungsführung haben die Spannungen zwischen verschiedenen politischen Lagern sowie Angehörigen unterschiedlicher Religionen zugenommen, ebenso wie Übergriffe durch gewalttätige Mobs.

Auch in der Finanzmetropole Mumbai kamen in der Nacht mehrere Hundert junge Menschen aus Solidarität mit den Opfern in Delhi zusammen. Einige blieben bis zum Morgen.

Von: reuters

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