Politik

Schweine-Schlacht im Parlament von Taiwan [1:23]

Freitag, 27. November 2020 | 11:34 Uhr

Abgeordnete des taiwanischen Parlaments haben sich am Freitag mit Schweine-Innereien beworfen. Anders als von der Tagesordnung abzulesen, wurde ganz schön viel Zeit damit verbracht, sich zu prügeln und gegenseitig einzuseifen.

Den Journalistinnen und Journalisten auf der Empore wurde daher ein wahrhaftiges Spektakel dargeboten.

Die Protagonisten: Parlamentarier der Oppositionspartei und der Regierung. Seine Anhänger stellten sich schützend vor Premierminister Su Tseng-Chang, der gerade Fragen von Abgeordneten beantworten wollte. Fragen wollten die Abgeordneten der Oppositionspartei Kuomintang nicht mehr stellen.

Sie sind gegen die von der Regierung beschlossene Aufhebung eines Verbots, das den Import von Schweinefleisch aus den USA bisher untersagt hat, das Ractopamin enthält. In der EU und China ist dieses Fleisch verboten. Mit der Aufhebung wird ab dem 1. Januar der Import erlaubt, auch von Schweinefleisch, das mehr als 30 Monate alt ist. Die Taiwanerinnen und Taiwaner fürchten um ihre Gesundheit.

Gegner wollen die Aufhebung des Verbots verhindern und sind deswegen bereits zu Tausenden auf die Straßen gegangen. Ob die Schweine, die im Parlament verteilt wurden, hingegen gesund waren, wurde nicht mitgeteilt.

Die Regierungspartei DPP verurteilte die Protestaktion und schrieb in einer Erklärung, dass das Werfen von Schweinedärmen eine Verschwendung von Lebensmitteln sei, und der Parlamentsboden nun stinken würde.

Von: reuters

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