Politik

Segelschulschiff „Gorch Fock” wird weiter saniert [1:56]

Donnerstag, 14. März 2019 | 16:48 Uhr

Die Sanierung des Segelschulschiffs “Gorch Fock” kann voraussichtlich in der kommenden Woche weitergehen. Nach Verhandlungen mit der Elsflether Werft werde der seit Ende Dezember geltende Zahlungsstopp seitens der Bundeswehr aufgehoben, sagte Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen am Donnerstag in Berlin.

“Der erste Schritt ist: Wir wollen das Ausdocken, also die Schwimmfähigkeit der Gorch Fock, bis zur Sommerpause erreichen. Bis dahin kommen noch Maximalkosten von elf Millionen Euro auf die Bundeswehr zu, um dieses Ausdocken, diese Schwimmfähigkeit, zu erreichen.”

2015 kam der Drei-Mast-Segler in die Elsflether Werft nach Niedersachsen, die den Zuschlag über Arbeiten im Wert von rund 10 Millionen Euro erhielt. Laut Medienberichten belaufen sich die Kosten inzwischen auf rund 135 Millionen Euro. Doch auch nach den kommenden Sanierungsarbeiten werde die “Gorch Fock” nicht hochseetauglich sein, sagte von der Leyen.

“Wir haben jetzt wichtige Schritte unternommen. Die Gorch Fock ist noch nicht in Sicherheit, das will ich auch sagen, aber wir sehen gemeinsam Licht am Horizont. Es liegt noch sehr viel harte Arbeit vor uns. Aber ich glaube, dass wir in der Zusammensetzung auch jetzt mit einer vertrauensvollen Zusammenarbeit mit der Elsflether Werft diesen gemeinsam Weg auch gut gehen können.”

Die Bundeswehr hatte ihre Zahlungen für die Sanierung Ende Dezember eingestellt. Medien berichteten über einen Verdacht auf erhebliche Unregelmäßigkeiten bei der Finanzierung.

Das Risiko für die Bundesregierung werde demnach in dem neuen Abkommen mit der Werft minimiert. Bis zum 31. Mai 2019 solle es einen neuen Plan geben, wie man das Schiff wieder hochseetauglich machen könne. Die “Gorch Fock” stach 1958 zum ersten Mal in See. Medienberichten zufolge käme die Sanierung mittlerweile einem Neubau gleich.

Von: reuters

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