Vermischtes

Sieben Jahre Haft für IS-Kämpfer [1:18]

Mittwoch, 13. Juni 2018 | 15:04 Uhr

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Sieben Jahre Haft für Saleh A. wegen der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, der Benutzung von Kriegswaffen und wegen Totschlags in einem Fall.

So das Urteil des Düsseldorfer Oberlandesgerichts am Mittwoch. Nach Überzeugung der Richter hatte Saleh A. einen Scharfschützen der syrischen Armee erschossen, während er in der Extremistenmiliz IS kämpfte.

Der Syrer musste sich seit dem 6. Juli 2017 vor Gericht verantworten. Zunächst lautete der Vorwurf, dass er ein Attentat in der Düsseldorfer Altstadt geplant haben soll. Laut Anklageschrift wollten er und zwei weitere Angeklagte einen Selbstmordanschlag in der Düsseldorfer Altstadt verüben und Flüchtende mit Kalaschnikows erschießen. Während des Prozesses entpuppten sich die angeblichen Anschlagpläne allerdings als Lüge. Gerichtssprecher Mihael Pohar:

“Die Anschlagsplanung hingegen, so hat der Senat festgestellt, war frei erfunden. Der Angeklagte versprach sich dadurch gegenüber den Ermittlungsbehörden Vorteile. Er wollte versuchen, den Status eines V-Mannes zu erreichen und den Nachzug seiner Familie sichern.”

Der Vertreter des Bundesanwalts hatte achteinhalb Jahre Haft für Saleh A. gefordert, sein Anwalt hatte auf eine Haftstrafe von nicht mehr als fünf Jahren plädiert.

Die beiden Mitangeklagten des Syrers waren zuvor freigesprochen worden.

Von: reuters

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