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Startschuss für umstrittene Elbvertiefung in Hamburg [1:45]

Dienstag, 23. Juli 2019 | 18:01 Uhr

Die Bauarbeiten für die umstrittene Hamburger Elbvertiefung haben am Dienstag begonnen. Weil es dagegen viele Klagen gegeben hatte, dauerte das Genehmigungsverfahren sehr lange. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) zeigte sich beim Festakt am Dienstag in Hamburg erfreut darüber, dass es nun endlich losgeht:

“Dieses unglaublich lange Genehmigungsverfahren ist jetzt zum Abschluss geführt durch alle Instanzen – rechtskräftig mit EU-Kommission, nach EuGH-Urteil, mit allen Verfahren, die möglich waren, rechtkräftig, mit großer Verantwortung auch über Ausgleichmaßnahmen, mit einem Invest von einem hohen dreistelligen Millionenbetrag zwischen dem Bund und Hamburg. Also, das heißt, wir haben heute den Startschuss gegeben für wirklich was Historisches.”

Scheuer sprach auch von Verständnis für alle, die gegen die Elbvertiefung seien. Allen voran Umweltverbände wie der BUND. Diese halten die Maßnahme für überflüssig und naturfeindlich. BUND-Sprecher Manfred Braasch:

“Diese Elbvertiefung halten wir nach wie vor für rechtswidrig und vor allen Dingen für ökologisch nicht vertretbar. Es ist der mit Abstand größte Eingriff in den Fluss. Hier sollen noch mal 40 Millionen Kubikmeter gebaggert werden. Das halten wir für nicht zulässig.”

Daher klagen Umweltverbände erneut gegen die Elbvertiefung und hoffen auf Erfolg. Sie rechnen mit einem Verhandlungstermin Anfang 2020. Und sie sind der Meinung, dass das Verfahren auch dann wieder gestoppt werden könnte. Die Bauarbeiten sollen nach der bisherigen Planung zwei Jahre dauern.

Von: reuters

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