Vermischtes

Thüringen und Hessen erinnern an den Mauerfall [1:53]

Samstag, 09. November 2019 | 15:37 Uhr

Heute liegt der Ort Treffurt an der unsichtbaren Ländergrenze zwischen Thüringen und Hessen. Früher stand hier fast 40 Jahre lang eine Betonmauer, die mit Wachtürmen und Soldaten bespickt war. Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier und sein Thüringer Amtskollege Bodo Ramelow gedachten am Samstag der Opfer, die einst bei ihren Fluchtversuchen festgenommen, verletzt oder getötet wurden.

Dass die Mauer am 9. November 1989 fiel, war vor allem den friedlichen Demonstrierenden in der DDR zu verdanken. Ein Zeitzeuge berichtet:

“Wir danken und verneigen uns bei allen Menschen, die im Herbst 1989 mit der Angst im Rücken vor den Zugriffen der Stasi-Behörde den Mut hatten, für Freiheit und Demokratie auf die Straßen zu gehen. Sie haben dazu beigetragen, um der schicksalhaften Ungerechtigkeit an der innerdeutschen Grenze ein Ende zu setzen.”

Im Anschluss hielten die Anwesenden einen Gedenkmarsch ab. Auf dem Weg hielten die Ministerpräsidenten bei einem sogenannten Konsum-Markt an und verteilten ehemalige Ost-Produkte. Der Marsch endete in einem Festzelt, wo Hessen und Thüringer schließlich in Erinnerungen schwelgten.

“Für mich ist es ein ganz großer Tag gewesen damals. Und wir haben natürlich die Gelegenheit in unserer Generation, sowohl das eine als auch das andere System nun kennengelernt zu haben, was was ganz besonderes ist. Und heute wollen wir das noch mal feiern, und mir kommen gleich die Tränen, wenn ich drüber rede. Das passiert mir jedes Mal. Ich möchte danach aufhören. Und ich genieße es einfach, hier zu sein, und freue mich sehr, dass es so gekommen ist.”

Für Sonntagvormittag ist in den Orten der Gegend eine Sternwanderung zu einem Festgottesdienst geplant.

Von: reuters

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