Politik

Thüringen vor der Wahl [1:51]

Freitag, 25. Oktober 2019 | 21:07 Uhr

In Thüringen geht der Wahlkampf zu Ende. Der amtierende Ministerpräsident Bodo Ramelow von der Linkspartei erklärte bei seiner Abschlusskundgebung in Erfurt erneut, dass er mit der rotrotgrünen Koalition weiterregieren möchte: “Ja, ich bin willens, in der nächsten Legislatur die Verantwortung weiter zu tragen, so wie Sie es in den letzten fünf Jahren erlebt haben. Ruhig und auf meine Art. (SCHNITT) Wir wollen ja keine Einheitspartei werden, sondern wir wollen drei Partner sein, die miteinander Politik machen.”

Laut einer am Donnerstag veröffentlichten Insa-Umfrage könnte die Linkspartei zwar stärkste Kraft bleiben, doch für die Fortsetzung der Koalition mit SPD und Grünen wird es offenbar nicht reichen.

Zwar erhält die Thüringer Landtagswahl weniger Aufmerksamkeit, als die Wahlen im größeren Sachsen. Doch auch hier stellt sich die Frage, ob der Höhenflug der rechtspopulistischen AfD anhält.

GRÜNEN SPITZENKANDIDAT DIRK ADAMS: “Für mich ist es wichtig zu sagen, wir lassen uns als Grüne auf keinen Fall einschüchtern.”

Bei den Mitte-Parteien hofft man hinter vorgehaltener Hand, dass der anti-semitische Anschlag in Halle einige Wähler davon abhält, die AfD zu wählen. Die CDU will die AfD in den letzten Tagen vor der Abstimmung frontal angehen, weshalb CDU-Spitzenkandidat Mike Mohring Höcke nun als “Nazi” bezeichnet. In den letzten Tagen sollen unter anderen mit Friedrich Merz noch Prominente aufgeboten werden, die auch AfD-Anhänger ansprechen. So auch am Freitag bei einer Kundgebung in Nordhausen:

“Die AfD ist auch eine Antwort auf die Fehler der Union. Von CDU und CSU. So, und Mike Mohring und Michael Kretschmer und einige andere mit dazu, ich auch, wir stehen dafür, dass dieser Kurs der Union jetzt korrigiert wird.”

Sollten die jüngsten Umfragen jedoch recht behalten, droht Thüringen anch der Wahl zunächst eine politische Blockade.

Von: reuters

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