Vermischtes

Tierfotograf sammelt Fingernägel, um Nashörner zu retten [1:30]

Freitag, 08. November 2019 | 15:25 Uhr

Keratin. Die schwefelhaltige Substanz befindet sich in menschlichen Fingernägeln, Haaren und in Nashorn-Hörnern. Dass es in Asien einen großen illegalen Markt dafür gibt, ist den meisten Menschen vermutlich bereits bekannt. Die oft tödliche Jagd auf Nashörner in afrikanischen Ländern hat maßgeblich dazu beigetragen, dass viele Arten von ihnen vor dem Aussterben bedroht sind. Tier- und Landschaftsfotograf Bjorn Persson findet, dass das Bewusstsein in Europa für die Tragweite dieser Taten noch größer sein könnte. Deshalb sammelt er in einem Einkaufszentrum in Stockholm Fingernägel von Shoppinggästen.

“Viele Menschen wissen nicht, was in China und Vietnam passiert. Dort werden die Nasenhörner als traditionell angewendete Medizin gesehen. Das witzige an der ganzen Geschichte ist, dass es den selben Stoff enthält wie unsere Fingernägel. Und deshalb tun wir das. Wir fragen die Menschen, ob sie uns ihre Fingernägel spenden. Wir machen dann daraus unsere eigene Medizin und versuchen es nach China und Vietnam zu verkaufen, quasi als Ersatz.”

Laut Persson kostet auf dem Schwarzmarkt ein Gramm Nasenhorn rund 133 Dollar. Ein ganzes Horn ist demnach rund 300.000 Dollar wert. Ob sein neues Produkt tatsächlich einschlagen wird, ist zu hinterfragen. Laut namibischen Umweltschützern legen asiatische Konsumenten zum Teil viel wert darauf, dass das Hornmaterial echt ist. Noch besser sei es, wenn die Hörner lebend vom Tier entfernt wurden.

Laut eigener Aussage will Persson mit seiner Aktion vor allem ein Bewusstsein schaffen und mehr Aufmerksamkeit auf das Thema lenken, damit mehr für den Schutz der Tiere getan wird.

Von: reuters

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