Politik

Türkei-Offensive in Syrien: USA intensivieren Krisendiplomatie [1:39]

Donnerstag, 17. Oktober 2019 | 10:04 Uhr

In Nordsyrien wurde auch am Donnerstag gekämpft. In der Stadt Ras al Ain direkt an der Grenze zur Türkei gab es massive Bombardierungen. Am Boden wird die Türkei bei der Militäroffensive gegen die Kurdenmiliz YPG von Kämpfern der Syrischen Nationalarmee unterstützt.

Unterdessen verstärken die USA ihre diplomatischen Bemühungen, die Offensive zu stoppen. Am Donnerstag wollen sich US-Vizepräsident Mike Pence und US-Außenminister Mike Pompeo mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan treffen. Erdogan dämpfte allerdings die Erwartungen an einen Erfolg der Krisendiplomatie und wies die Forderung von US-Präsident Donald Trump nach einem Waffenstillstand zurück. US-Sanktionen bereiteten ihm keine Sorgen.

“Die Operation endet erst, wenn wir die 30-35 km-Zone ohne Ausnahme kontrollieren. Bis wir dieses Ziel erreicht haben, kann uns keine Macht aufhalten.”

Inzwischen trafen weitere Russische Truppen in den von den USA aufgegebenen Militärstützpunkten im Nordosten Syriens, wie hier in Manbidsch, ein. Russland hält seine schützende Hand über den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad und leistet ihm Militärhilfe gegen die Aufständischen. Russland mahnte die Türkei, die Offensive dürfe den politischen Prozess in Syrien nicht beschädigen. Die Regierung in Ankara müsse das Gebot der Verhältnismäßigkeit beachten. Zugleich sagte der russische Regierungssprecher Dmitri Peskow auch, Russland respektiere das Recht der Türkei zur Selbstverteidigung.

Von: reuters

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