Politik

Twitter und Facebook sperren zahlreiche Konten nach Hongkong-Protesten [1:18]

Dienstag, 20. August 2019 | 10:20 Uhr

Facebook und Twitter sind nach eigenen Angaben gegen Gruppierungen vorgegangen, die angeblich mit staatlicher chinesischer Unterstützung die Protestbewegung in Hongkong untergraben sollten. Neben den 936 aktivsten Konten seien weitere 200.000 vorsorglich gesperrt worden, erklärte Twitter am Montag. Facebook gab bekannt, nach einem Hinweis des Kurznachrichtendienstes seien mehrere Seiten und Konten vom sozialen Netzwerk gelöscht worden.

Auf den fraglichen Seiten sollen unter anderem Demonstrationen in Hongkong mit Anschlägen des Extremistennetzwerkes Islamischer Staat verglichen worden sein.

Stellungnahmen der chinesischen Botschaft in den USA und des US-Außenministeriums lagen nicht vor. Die regierungskritischen Proteste in Hongkong halten seit Wochen an.

China hat den Demonstranten in Hongkong unverhohlen mit einem Eingreifen gedroht.

Nach zehn Wochen des Protests zunächst gegen ein Auslieferungsabkommen der früheren britischen Kolonie mit Peking steckt das seit 1997 zu China gehörende Hongkong in einer schweren politischen Krise. Seit Tagen wird über ein Eingreifen der Zentralregierung gegen die anhaltenden Demonstrationen in Hongkong spekuliert. Ausländische Regierungen haben wiederholt vor einer Eskalation der Gewalt gewarnt.

Von: reuters

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