Wirtschaft

US-Börsenaufsicht verklagt VW und Winterkorn [1:20]

Freitag, 15. März 2019 | 10:21 Uhr

Dreieinhalb Jahre nach Bekanntwerden des Dieselskandals hat nun auch die US-Börsenaufsicht Anklage gegen Volkswagen und den ehemaligen Konzernchef Martin Winterkorn erhoben.

Sie beschuldigt den Autobauer und den Manager, Anleger in den USA betrogen zu haben. VW habe dort von April 2014 bis Mai 2015 Unternehmensanleihen und verbriefte Wertpapiere in Höhe von über 13 Milliarden Dollar ausgegeben, während Top-Manager des Konzerns bereits von den Abgasmanipulationen gewusst hätten.

Der Konzern habe nie “die Hunderte von Millionen Dollar” zurückgezahlt, die er bei den Wertpapiergeschäften “auf betrügerische Weise eingenommen” habe, hieß es. Winterkorns Anwalt war am Freitag zunächst nicht zu erreichen.

Volkswagen erklärte, der Konzern werde sich energisch gegen die beispiellose Klage wehren. Sie sei juristisch und von der Sachlage her fehlerhaft. Dabei gehe es um Wertpapieren, die nur erfahrenen Anlegern verkauft worden seien.

Der Dieselskandal war im September 2015 bekanntgeworden. Volkswagen hatte sich schließlich in den USA schuldig bekannt, Abgaswerte manipuliert und dies vor den Behörden verschleiert zu haben.

Die daraus resultierenden Straf- und Entschädigungszahlungen belaufen sich auf mehr als 25 Milliarden Dollar.

Von: reuters

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