Wirtschaft

Virgin Orbit testet Raketenstart vom Flugzeug aus [1:43]

Donnerstag, 11. Juli 2019 | 16:31 Uhr

Es war der vorletzte und wichtigste Test des US-amerikanischen Raumfahrtunternehmens Virgin Orbit. Die 21 Meter lange Rakete “Launcher One” wurde am Mittwoch zum ersten Mal erfolgreich von ihrem Trägerflugzeug ausgeklinkt. Für den Test fiel der Flugkörper wie geplant in die kalifornische Mojave-Wüste. Doch schon bald sollen die Raketen in der Lage sein, Kleinsatelliten für kommerzielle Zwecke in die niedrige Erdumlaufbahn zu bringen. CEO Dan Hart:

“Dieser Test ist der Höhepunkt unseres Programms, das letzten Herbst begann, wo wir zunächst die Leistung des Flugzeugs und der Rakete schrittweise überprüft haben. Heute haben wir sie fallen lassen, was bedeutet, dass wir jetzt kurz vor der Markteinführung stehen. Wir werden uns schon heute Nachmittag auf die Rakete konzentrieren, die Ende des Monats aus der Fabrik kommt und hoffentlich Ende des Sommers starten kann.”

Die Boeing 747 namens “Cosmic Girl” wurde für das Vorhaben umgebaut. Auf 10 Kilometern Höhe soll sie zukünftig als Startrampe dienen. Launcher-One-Raketen sollen dann bis zu 500 Kilogramm schwere Kleinsatelliten in den niedrigen Orbit bringen. Der Preis für einen Start soll einem Medienbericht zufolge bei rund 12 Millionen Dollar liegen. Virgin Orbit ist ein im Jahr 2017 gegründetes neues Mitglied der Virgin Group.

Der britische Gründer Richard Branson investiert seit mehreren Jahren in Technologien für die private Raumfahrt. Im Februar hatte sein Unternehmen Virgin Galactic erstmals einen Test-Passagier an den äußersten Rand der Erdatmosphäre gebracht. Mit Virgin Galactic will Branson nach eigenen Angaben Ende 2019 an die Börse gehen.

Von: reuters

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