Vermischtes

Vorbereitungen auf weitere Proteste der Gelbwesten [2:26]

Freitag, 07. Dezember 2018 | 15:59 Uhr

Frankreich bereitet sich auf einen Samstag der Proteste vor.

Aus Vorsichtsmaßnahme bleiben einige Monumente in Paris geschlossen, und auch Geschäftsleute auf der berühmten Champs-Elysees wollen den Laden zu machen.

Bei Protesten der sogenannten Gelbwesten war es am vergangenen Samstag zu Krawallen mit erheblichen Sachschäden gekommen. Jose Russo vom Zeitungsstand erzählt:

“Wir Ladenbesitzer hier in der Gegend haben uns abgesprochen, es ist auf jeden Fall besser zu schließen. Wir haben ganz schön Verluste gemacht, sowohl meine Kollegen, die Läden haben, als auch wir hier.”

Die Proteste der Gelbwesten richten sich in erster Linie gegen die Wirtschafts- und Reformpolitik von Präsident Macron, die laut vieler Protestler der Bevölkerung zu viele abverlangt.

Das kann auch Russo bestätigen:

“Ich kann Ihnen sagen, das sind harte Zeiten, und das sind sie schon seit ein paar Jahren. Ich würde sogar sagen, seit 2015 ist es hart. Es ist ja nicht so, dass nur weil wir hier auf der weltschönsten Allee stehen, dass alles in Ordnung ist.”

Während der Vorbereitungen in Paris, wird etwas weiter nördlich der 41 jährige Karl Toqard zum Repräsentant der Gelbwesten für seine Region gewählt.

Die Proteste hatten als Facebook-Aufruf angefangen, nun bemühen sich die Protestler um mehr Koordination untereinander.

“Wir leben von einem Tag zum nächsten, ich will, dass die Regierung Zugeständnisse macht und es der Bevölkerung einfacher macht.”

Toqard gehört zu einer Gruppe von Gelbwesten, die für die letzten 22 Tage den Verkehr an einem zentralen Kreisverkehr in Gaillon stoppten.

“Es ist hier wirklich großartig, wir treffen uns hier jeden Morgen, es macht fast Spaß – einfach alle Sorgen zuhause zu lassen und sich hier mit Freunden zu treffen. Die Menschen hier, sind authentisch, nicht Leute, die sich für etwas ausgeben, das sie nicht sind.”

Wenngleich die Protestbewegung im ganzen Land Hundertausende auf die Straße getrieben hat, ist die Bewegung und ihre Forderungen derzeit noch schwer zu definieren.

Dennoch haben die Proteste Präsident Macron zu der größten Umkehr seiner bisherigen Regierungszeit gezwungen – dem Aussetzen der Ökosteuer.

Für den kommenden Samstag sollen landesweit 89.000 Sicherheitskräfte im Einsatz sein, um erneute Krawalle zu verhindern.

Präsident Macron will sich in der nächste Woche an die Öffentlichkeit wenden.

Von: reuters

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