Politik

Vorfälle im Golf von Oman: Sorge um Frieden und Energieversorgung [1:43]

Freitag, 14. Juni 2019 | 16:30 Uhr

Erste Hilfe für die Besatzung des Tankers “Kokuka Courageous”. Diese Bilder der US Navy sollen die Erstversorgung japanischer Seeleute am Donnerstag zeigen . Kurz zuvor waren ihr Tanker und ein weiteres Schiff im Golf von Oman angegriffen worden.

Einen Tag danach schüren die Angriffe Sorgen um den Frieden in der Golf-Region und um die weltweite Energieversorgung.

Die Internationale Energieagentur (IAE) warnte am Freitag, die Angriffe auf der Öl-Transportroute seien für die Energiemärkte Anlass zu großer Sorge. Die G20-Energie- und Umweltminister wollten über das Thema am Wochenende beraten, teilte Japan als Gastgeber mit. In Tokio teilte das Eignerunternehmen der beschädigten “Kokuka Courageous” mit, zwei “fliegende Objekte” hätten den Schaden verursacht.

Die Bundesregierung erklärte, die Vorfälle seien außerordentlich besorgniserregend und könnten wirtschaftlich gravierende Folgen haben. Außenminister Heiko Maas habe am Morgen mit seinem französischen Kollegen beraten. Das Thema könnte auch im UNO-Sicherheitsrat Thema werden. Deutschland hat derzeit den Vorsitz.

Die USA beschuldigen Teheran, hinter den Vorfällen im Golf von Oman zu stecken, und schickten einen weiteren Zerstörer in das Gebiet. Washingtons UNO-Botschafter Jonathan Cohen.

“Es ist für keine der Seiten akzeptabel, dass ein Frachtschiff angegriffen wird. Wir der Außenminister bereits sagte, gehen die Vereinigten Staaten davon aus, dass Iran für die Angriffe verantwortlich ist.” Niemand sonst in der Region habe die Fähigkeiten oder die Ausstattung dafür, Teheran aber schon.

Washington betonte zugleich, nicht an einem Krieg mit dem Erzrivalen Iran interessiert zu sein. Iran wies die Vorwürfe zurück und erklärte, die USA gefährdeten die Stabilität im Nahen Osten. Die Vorwürfe seien “alarmierend”.

Von: reuters

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