lvh-Spitze führte Gespräche

110 Prozent Superbonus: Kooperationen mit lokalen Bankinstituten

Montag, 03. Oktober 2022 | 08:27 Uhr

Bozen – Der sogenannte Superbonus erfreut sich in Italien großer Nachfrage. Auch in Südtirol nutzen insbesondere Kondominien und Privatpersonen den Steueranreiz. Die lvh-Spitze führte in den vergangenen Wochen Gespräche mit den lokalen Banken hinsichtlich zukünftiger Finanzierungsmodelle.

Bis zum 31. Dezember 2023 ist der sogenannte Superbonus in Italien gültig. Die ursprünglich mit dem Gesetzesdekret „rilancio“ eingeführte Wiederbelebungsmaßnahme der Wirtschaft sollte attraktive Anreize für die Umsetzung von energetischen Sanierungsmaßnahmen schaffen. Mit einem Steuerabsetzbetrag von 110 Prozent können Anspruchsberechtigte zum Beispiel Wärmedämmungen, den Austausch von zentralen Heizungen und damit verbunden auch sekundäre Maßnahmen wie den Austausch von Fenstern und Türen, den Einbau von Sonnenkollektoren o.ä. realisieren. Der positive Nebeneffekt: die Bauwirtschaft wird angekurbelt.

„Der Superbonus war nach Corona eine gut gemeinte Initiative vor allem für Mittel- und Süditalien, wo die Bauwirtschaft komplett am Boden war. Hier in Südtirol wird der Bonus aufgrund von hohen bürokratischen und gesetzlichen Aufwänden weniger von natürlichen Personen als vielmehr von Kondominien genutzt“, erklärt lvh-Präsident Martin Haller.

Nachdem das Steuerguthaben im Rahmen des 110-Prozent-Bonus auch an Dritte wie z.B. Kreditinstitute verkauft werden kann, traf sich das lvh-Präsidium kürzlich mit den Verantwortlichen der Raiffeisen Landesbank, der Südtiroler Volksbank und der Südtiroler Sparkasse. Alle drei Kreditinstitutionen zeigten klare Bereitschaft, die mit den Privatpersonen abgeschlossenen Verträge abzuwickeln und die Steuerguthaben anzukaufen.

„Das Finanzierungsmodell der lokalen Banken stellt eine attraktive Möglichkeit dar, das Steuerguthaben zu nutzen. Die Vorfinanzierung über die Handwerksbetriebe, welche vom Gesetz her ebenso möglich ist, erweist sich hingegen als äußerst problematisch“, betont Haller. Das Finanzierungsvolumen der 110-Prozent-Anträge hat bereits ein erhebliches Ausmaß erreicht, sodass es für die Banken zukünftig nicht mehr möglich ist, neue Anträge abzuwickeln. Der lvh bedankt sich bei den lokalen Bankinstituten für die Unterstützung und setzt auch weiterhin auf die konstruktive Zusammenarbeit.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare
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ieztuets
ieztuets
Superredner
2 Monate 35 Min

Des wearts a lei in Italien gebn, der Bauherr krieg mehr aswie er ausgib “daidai”…

Targa
Targa
Superredner
1 Monat 29 Tage

Genau, a kompletter Unsinn! Nor konn mon sich wundern, daß Italien so schlecht steaht. 50 Prozent waren leicht genua und nit 110 Prozent!

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