Die deutsche Finanzmetropole erwartet Bankenansiedlungen

15 Banken setzen offenbar nach Brexit auf Frankfurt

Dienstag, 15. August 2017 | 12:46 Uhr

Die Finanzmetropole Frankfurt wird zum Nutznießer des Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union. Es gebe bereits Zusagen von rund 15 Banken, wegen des Brexit ihre Europa-Abteilungen in Hessens größter Stadt auf- oder deutlich auszubauen, sagte der hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) dem “Wiesbadener Kurier”.

“Wir wissen beispielsweise, dass sich alleine vier japanische Institute für Frankfurt entschieden haben.” Wie viele zusätzliche Arbeitsplätze in Frankfurt entstehen werden, sei aber unklar, erklärte der Minister. “Die einen kommen mit ein paar Dutzend Mitarbeitern, die anderen mit ein paar Hundert.” Durchaus realistisch sei, dass es dadurch in einigen Jahren 5.000 zusätzliche Arbeitsplätze gebe. “Es kann sein, dass man irgendwann die 10.000 erreicht. Das hängt davon ab, wie hart der Brexit wird.”

Al-Wazir war nach der grundsätzlichen Entscheidung zum EU-Austritt Großbritanniens dreimal nach London gereist, um für den Standort Hessen zu werben. Bei den Gesprächen habe er auch Vorurteile über Frankfurt ausräumen können.

Von: APA/dpa