Das Geschäft ist bereits angelaufen

350.000 steirische Christbäume warten auf ihren Auftritt

Montag, 04. Dezember 2017 | 12:35 Uhr

Von den am Weihnachtsabend österreichweit etwa 2,3 Millionen festlich geschmückten Naturchristbäumen stammen 350.000 aus Kulturen in der Steiermark. Viele Bauern erwirtschaften sich damit einen Teil ihres Einkommens. Am 14. Dezember beginnt der Verkauf auf Plätzen in Graz. Ab Hof sind sie auch schon zuvor zu haben, hieß es am Montag vonseiten der Landwirtschaftskammer Steiermark.

“Immer mehr Menschen in der Steiermark genießen abseits der vorweihnachtlichen Hektik einen gemütlichen Baumkauf bei den Christbaumbauern”, hob Kammerpräsident Franz Titschenbacher im Pressegespräch hervor. Laut den Zahlen der Landwirtschaftskammer haben im Vorjahr 94 Prozent der Bewohner des Bundeslandes einen Weihnachtsbaum aus heimischen Kulturen gekauft, 88 Prozent haben sich für einen steirischen Baum entschieden. “Die Steirer sind Christbaumpatrioten und die Herkunft der Bäume wird von Jahr zu Jahr wichtiger”, sagte Titschenbacher. Rund die Hälfte werde “ab Hof” verkauft.

Rund 350.000 steirische Bäumchen und Bäume sind in diesem Jahr bereit für den festlichen Auftritt im Lichterschein. “Klimatisch hatten wir gebietsweise Trockenheit, Spätfröste und Hagel, aber wir sind mit einem blauen Auge davongekommen”, schilderte Martina Lienhart, Obfrau der steirischen Christbaumbauern, die Herausforderungen an die Aufzucht. Trotz gestiegener Produktionskosten werden die Bäume jedoch zu einem stabilen Preis zwischen 15 bis 25 Euro pro Meter und abhängig von Qualität und Verkaufsplatz auf den Markt kommen.

Die Zeit, bis ein Pflänzchen als geschmückter Baum den Wohnungen festlichen Glanz verleiht, ist lange, schilderte Martina Lienhart. Rund zehn Jahre wächst ein steirischer Nadelbaum heran, bis er in einer durchschnittlichen Größe von 1,7 Meter verkauft werden kann. Die rot-weiß-rote Banderole mit Namen und Adresse des Produzenten garantiert, dass der Baum aus einer steirischen Kultur stammt und sich der Bauer der Kontrolle der freiwillig auferlegten Auflagen unterwirft.

Die Nordmanntanne mit ihren dunkelgrünen Nadeln ist mit Abstand der beliebteste Weihnachtsbaum, führte Lienhart an. Die Bauern bieten als Alternativen Fichten, Blaufichten, Colorado- oder Korktannen an. Die ästhetischen Wünsche der Kunden würden zunehmend individueller. So erfreue sich der platzsparende, mit speziellem Schnitt geformte “Raumwunderbaum” zunehmender Beliebtheit. Auch nach Exemplaren mit Doppel- oder auch gebogenen Mehrfachspitzen werde immer wieder gefragt. “Wer möchte, kann auch im Christbaumwald oder ab Hof aussuchen”, schilderte die Christbaumbäuerin. Auch das Selbstschneiden sei möglich.

Von: apa

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