Jahresversammlung

40 Jahre Glück und Können bei den Kaminkehrern

Mittwoch, 10. Juni 2015 | 13:10 Uhr

Bozen – Auf eine vier Jahrzehnte andauernde Erfolgsgeschichte der Kaminkehrer konnte der Obmann Richard Schupfer bei der diesjährigen Jahresversammlung zurückblicken. Das Thema Arbeitssicherheit steht nach wie vor im Vordergrund und wird nun wieder neu aufgegriffen.
 
Die Kaminkehrer bringen nicht nur Glück, sondern tragen mit ihrer Arbeit auch für die Sicherheit in Südtirols Haushalten bei. Vor genau 40 Jahren wurde die Berufsgruppe der Kaminkehrer gegründet. Altbacken ist man deshalb noch lange nicht: „Wir sind eine Gemeinschaft mit offenen Augen für die Anforderungen der Moderne“, betonte Richard Schupfer, Obmann der Kaminkehrer im lvh, beim Zusammentreffen in der Kellerei Tramin. „Wir sind uns bewusst, dass wir nicht nur die Verantwortung für das Know-how der Betriebe tragen, sondern auch für die Umwelt, die Ausbildung der Jugend und für die Gesundheit und Sicherheit auf dem Dach.“

Im Mittelpunkt der diesjährigen Jahresversammlung stand die Arbeitssicherheit. Ein Thema, das Norbert Dorfmann, Kaminkehrer aus Innichen, besonders am Herzen liegt. Seit einem Arbeitsunfall im vergangenen Herbst ist er querschnittgelähmt und an den Rollstuhl gebunden. „Ich will einen Beitrag für die Sicherheitskultur in Südtirol leisten“, betont Dorfmann. „Alle sollen sich bewusst sein, worauf sie beim Ausüben ihres Berufes achten müssen und welche Themen in puncto Versicherung wichtig sind.“ Um seiner Überzeugung Nachdruck zu verleihen, wird er nun Pate für eine neue Arbeitssicherheitsoffensive sein.

Bei der Jahreshauptversammlung sprachen der lvh.apa-Vizepräsident Giorgio Bergamo, selbst Kaminkehrer, Reinhard Ambach, Vizeobmann der Berufsgruppe Installation und Facility, Walter Schmidt, Vizeobmann der Spengler, Arianna Villotti, Vizedirektorin des Amts für Brandverhütung, und Vanessa Wiebelt vom Amt für Handwerk dieser Berufsgruppe ihre Anerkennung aus.

Auch die Ehrungen für verdiente Kaminkehrer durften nicht zu kurz kommen: Applaus gab es für die neuen Gesellen Hansmartin Gögele, Christian Kessler, Martin Parigger und die neuen Meister Katrin Staubach und Michael Pichler.

Für 30 Jahre erfolgreiche Tätigkeit wurden Markus Fischer und Manfred Dorfmann geehrt. Ein Mitglied der ersten Stunde ist Sigmund Nössing: Er wurde für seine erfolgreiche Tätigkeit über 40 Jahre gratuliert. Albert Schaller erhielt anlässlich seiner Pensionierung die höchste Auszeichnung für seine Tätigkeit als Gründungsmitglied des Technischen Ausschusses.

Von: ©mk