Auch einige Städte betroffen

77 Gemeinden ohne Bauleitplanüberarbeitung

Donnerstag, 23. Juli 2015 | 16:44 Uhr

Bozen – Der Freiheitliche Landtagsabgeordnete Walter Blaas erkundigte sich mittels einer Anfrage über die Bauleitplanänderungen und die wesentlichen Änderungen bei den Durchführungsplänen in Südtirols Gemeinden. Als „beachtlich“ bezeichnet der Freiheitliche Abgeordnete zum Südtiroler Landtag die Anzahl der Gemeinden, welche in den vergangenen zehn Jahren keine Überarbeitung des gültigen Bauleitplanes unternommen haben. Darunter finden sich einige Städte und Großgemeinden.
 
„Aus den vorliegenden Informationen geht die Zahl von 77 Südtiroler Gemeinden hervor, die in den vergangenen zehn Jahren keine Überarbeitung der Bauleitpläne unternommen haben“, hält der Freiheitliche Landtagsageordnete Walter Blaas einleitend fest. „Allein die Anzahl der Gemeinden ist beachtlich und hinzu kommt die Tatsache, dass sich darunter Stadtgemeinden wie Bozen, Meran oder Bruneck finden. Lediglich ein Drittel der Südtiroler Gemeinden hat eine Überarbeitung vorgenommen.“
 
„Die Erstellung der Bauleitpläne und deren generelle Überarbeitung fällt in den Zuständigkeitsbereich der Gemeinden“, hält Blaas fest und unterstreicht die Wichtigkeit des Planungswerkzeuges zur Steuerung und Regelung der baulichen Entwicklung der Gemeinden. „In vielen Gemeinden, die keine Überarbeitung vorgenommen haben, wäre hinsichtlich der Einwohnerentwicklung eine Überarbeitung der Pläne sinnvoll. Das Verfahren mag zwar aufwendig sein, aber gehört zu einem grundlegenden Interesse der Gemeinden“, erklärt der Landtagsabgeordnete.
 
„Das Raumplanungsinstrument in Form der Bauleitpläne ist auf der Ebene der Gemeinden verbindlich und kann auch in Zusammenarbeit mehrerer Gemeinden erstellt werden. Eine Anpassung an neue Realitäten und Entwicklungen ist eine Notwendigkeit, der Rechnung getragen werden muss. Es liegt in der Autonomie der Gemeinden, in welchen Zeitspannen sie sich den Herausforderungen stellen. Es bleibt aber eine stete Entwicklung, was Bevölkerung, Infrastruktur oder die Bedürfnisse der Dienstleistungsgesellschaft betrifft, festzuhalten“, erörtert Walter Blaas abschließend und zählt darauf, dass sich die Gemeinden dieser Herausforderung annehmen und den Erfordernissen der Zeit gerecht werden.

Von: ©mk