Telepass für deutsche Kunden

A22: 27,8 Mio. Euro für Instandhaltungen

Dienstag, 09. August 2022 | 15:25 Uhr

Bozen – Elektronische Maut für deutsche Autobahnkunden: Diese Initiative in Zusammenarbeit zwischen der Brennerautobahngesellschaft und Telepass verfolgt – aus Sicht des Autobahnbetreibers – drei Ziele, und zwar eine Verbesserung der Dienste für Kunden aus dem deutschsprachigem Raum, eine schnellere Abwicklung des Verkehrs an den Ein- und Ausfahrten sowie eine Reduzierung der Schadstoffemissionen durch Kolonnen an den Mautstellen.

Die elektronische Maut wird immer häufiger genutzt, zumal sie eine Zeitersparnis ermöglicht und Wartezeiten reduziert. An der A22 können die Systeme verschiedener europäischer Anbieter (Telepass, DKV, AXXes, Unipol) verwendet werden, ausländische Autobahnkunden jedoch bevorzugen es nach wie vor, mit Bargeld oder Karte zu bezahlen. Um den Verkehr an der Mautstelle Brenner und an den Ausfahrten zu touristischen Zielen wie Affi oder Rovereto Süd schneller abwickeln zu können, beteiligt sich die Brennerautobahngesellschaft an der Bewerbung einer Partnerschaft zwischen Telepass und Maut1, einem Anbieter von elektronischen Mautdiensten in Deutschland, um deutsche Kunden mit Telepass-Geräten auszustatten. Zu diesem Zweck hat die Gesellschaft damit begonnen, neben der mittlerweile traditionellen und willkommenen Verteilung von Äpfeln und Wasser, an der Mautstelle in Sterzing auch Informationsmaterial über diese neue Zahlungsmöglichkeit auszugeben. Die Aktion wird während der verkehrsreichsten Tage im August fortgeführt und soll eine relevante Anzahl von potentiell interessierten Menschen erreichen. „Die ständige Aufmerksamkeit gegenüber der technologischen Entwicklung“, so Geschäftsführer Diego Cattoni, “wird es uns unter anderem ermöglichen, die Stopps an den Mautstellen für die Bezahlung der Gebühren aufzuheben oder auf ein Minimum zu reduzieren. „Es ist unsere Aufgabe als Betreiber, jene Technologien zu fördern und zu verbreiten, die eine Ein- und Ausfahrt ohne Verzögerungen ermöglichen. Das Verkehrsaufkommen scheint mittlerweile wieder auf dem Stand von 2019 zu sein, was als ein positives Zeichen zu bewerten ist“, so Cattoni. „Es ist daher notwendig, jedes nützliche Instrument für eine Optimierung des Verkehrsmanagements einzusetzen.“

Innovation, Instandhaltung und neue Projekte

In der Zwischenzeit hat der neue Verwaltungsrat der Gesellschaft auf seiner ersten Sitzung am Freitag, 5. August die Teilnahme der Brennerautobahn AG am europäischen Projekt PoDIUM beschlossen, das im Rahmen von Horizon entwickelt worden ist. Das von der EU-Kommission ko-finanzierte Projekt befasst sich mit der Implementierung von hochspezialisierten Anwendungen. Dank der bereits installierten Technologie für das sogenannte vernetzte Fahren wird sich die A22 mit dem Risikomanagement in Autobahntunnels befassen. Neben dem Thema Innovation geht es um die Instandhaltung der bestehenden Infrastruktur. Der Verwaltungsrat hat verschiedene ordentliche Instandhaltungsarbeiten für die Asphaltierung (6,8 Millionen), für die Erneuerung des Bodenbelags im Autohof Sadobre in Sterzing (6,5 Millionen) für die außerordentliche Instandhaltung der Sicherheitsbarrieren zwischen Ala und Verona Nord (7,25 Millionen) und zwischen Bozen Nord und Neumarkt-Auer-Tramin (7,28 Millionen) beschlossen. Vor allem aber sind die Auftragsvergütungen und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Projekte aufgrund der erheblichen Preissteigerungen im vergangenen Jahr, insbesondere der Rohstoffkosten, angepasst worden um eine Unterbrechung der laufenden und der geplanten Arbeiten zu vermeiden. „Innovation und Instandhaltung sind die beiden Säulen der Arbeit in der Brennerautobahngesellschaft“, erklärte Verwaltungsratspräsident Hartmann Reichhalter. „Wir müssen den Blick in die Zukunft richten, um unseren Nutzern stets eine moderne Infrastruktur bieten zu können“, so der Präsident. „Wir müssen aber auch darauf achten, die bestehende Infrastruktur bestmöglich zu erhalten.” In Bezug auf die elektronische Mauterhebung weist der Präsident außerdem darauf hin, dass es „bald möglich sein wird, auf der A22 kontaktlos zu bezahlen, so dass auch die Zahlung mit Bankomat- und Kreditkarten vereinfacht wird”.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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1 Kommentar auf "A22: 27,8 Mio. Euro für Instandhaltungen"


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berthu
berthu
Universalgelehrter
1 Monat 23 Tage

Das dauert! Das Problem ist ein altes, genauso wie diese üblichen Zahlungsmittel. Bekommen oder zahlen die Ölfirmen Provision, daß die Autobahnnutzer so lang wie möglich auf den Autobahnen im Stau herumstehen? ganz zu schweigen von den LKW-Kolonnen auf der Normalspur.

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