Produktionszuwachs in der EU-Landwirtschaft

Agrarproduktion nahm 2017 in EU um 6,2 Prozent zu

Freitag, 16. November 2018 | 14:57 Uhr

Die landwirtschaftliche Erzeugung in der EU hat sich 2017 auf 432,6 Mrd. Euro zu Herstellungspreisen belaufen, das entsprach einem Anstieg um 6,2 Prozent gegenüber 2016, gab Eurostat am Freitag bekannt. In Österreich wurden landwirtschaftliche Waren um 7,3 Milliarden Euro (1,7 des EU-Gesamtwerts) erzeugt. Dies entspricht gegenüber 2016 einem Plus von 5,8 Prozent.

Am meisten produzierte Frankreich mit 72,6 Mrd. Euro (17 Prozent des EU-Gesamtwerts). Dahinter folgten Deutschland (56,2 Mrd. Euro bzw. 13%), Italien (55,1 Mrd. Euro bzw. 13%), Spanien (50,6 Mrd. Euro bzw. 12%), Großbritannien (31,8 Mrd. Euro bzw. 7%), die Niederlande (28,9 Mrd. Euro bzw. 7%), Polen (24,9 Mrd. Euro bzw. 6%) und Rumänien (17,5 Mrd. Euro bzw. vier %).

Gegenüber 2016 stieg der Wert der landwirtschaftlichen Erzeugung 2017 in fast allen EU-Mitgliedstaaten. Relativ gesehen wurde der höchste Anstieg in Estland (+18,2%) verzeichnet, gefolgt von Irland (+13,6%), Rumänien (+13,2%), Großbritannien und Nordirland (+12,6%) und Polen (+11,1%). Im Gegensatz dazu ging die landwirtschaftliche Erzeugung in Slowenien (-4,7%) und Malta (-3,1%) leicht zurück, während er in Kroatien und der Slowakei unverändert blieb.

Der Anstieg um 6,2 Prozent im Jahr 2017 gegenüber 2016 sei hauptsächlich auf eine Zunahme des Werts der tierischen Erzeugung (+10,3%) zurückzuführen, die fast ausschließlich durch einen Anstieg der Preise (+10,3%) bedingt gewesen sei, so Eurostat. Der Gesamtanstieg des Werts der tierischen Erzeugung sei vornehmlich bedingt durch Zunahmen um 20,2 Prozent bei Milch, um 17,9 Prozent bei Eiern und um 11,6 Prozent bei Schweinen, hauptsächlich infolge gestiegener Preise.

Der Wert der pflanzlichen Erzeugung nahm in der EU um 3,6 Prozent zu, wobei die Menge um 1,7 Prozent und die Preise um 1,9 Prozent stiegen. Der Anstieg war größtenteils bedingt durch Zunahmen um 10,2 Prozent bei Weizen und Dinkel und um 7,7 Prozent bei Handelsgewächsen.

Von: apa

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