Krzanich hat Erklärungsbedarf

Aktienverkauf des Intel-Chefs wirft Fragen auf

Donnerstag, 04. Januar 2018 | 14:22 Uhr

Nach der Enthüllung einer schwerwiegenden Sicherheitslücke in Computer-Chips, von der Intel-Prozessoren massiv betroffen sind, erregt ein Aktienverkauf von Konzernchef Brian Krzanich Aufmerksamkeit. Krzanich hatte Ende November ein millionenschweres Aktienpaket abgestoßen. Der Verkauf war vorher geplant gewesen – die Anweisung sei aber erst Ende Oktober erfolgt.

Dies geht aus Unterlagen der US-Börsenaufsicht SEC hervor. Die von Forschern entdeckte Sicherheitslücke war Intel bereits seit dem Sommer bekannt. Nachdem die Website “Business Insider” darauf hinwies, erklärte Intel: “Brians Verkauf hängt damit nicht zusammen”. Er sei nach dem vorgegebenen Plan automatisiert ausgeführt worden. Der Intel-Chef hält weiterhin ein beträchtliches Aktienpaket.

Der Intel-Kurs war nach ersten Berichten über die Chip-Schwachstelle am Mittwoch um 3,39 Prozent gefallen. Die Aktie notierte am Donnerstag auch vorbörslich im Minus. Auf lange Sicht könnte Intel allerdings von der entdeckten Sicherheitslücke im branchenweiten Chip-Design sogar profitieren, wenn etwa Unternehmen schneller als geplant ihre bisherigen Computer gegen neue mit Prozessoren der nächsten Generation austauschen.

Von: APA/dpa

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ex-Moechteg.Lhptm.
ex-Moechteg.Lhptm.
Superredner
13 Tage 9 h

die Börse und die damit verbundenen Spekulationsgeschäft gehören abgeschafft.

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