Landestourismusentwicklungskonzept: Für HGV ist Beschluss inakzeptabel 

“Alle Beherbergungsformen gleichermaßen berücksichtigen”

Freitag, 01. Juli 2022 | 17:01 Uhr

Bozen – Der heutige Beschluss des Gesetzgebungsausschusses im Landtag zum Landestourismusentwicklungskonzept (LTEK) sieht vor, dass der Urlaub auf dem Bauernhof von der Gesamtlogik des LTEK, vor allem im Kontext der Bettenerhebung, der Bettendeckelung und der Bettenneuzuweisung ausgeklammert werden soll. „Dieser Beschluss ist schlichtweg inakzeptabel, wenn man die Grundsätze des LTEK näher betrachtet“, nimmt HGV-Präsident Manfred Pinzger zum Beschluss des Gesetzgebungsausschusses Stellung. Im LTEK ist es klares Ziel, die Beherbergungskapazitäten neu zu steuern, auch im Kontext der Bettenerhebungen, der Besucherstromlenkungen, des touristischen Verkehrsaufkommens usw.

Bis auf Gegenbeweis sind auch jene Gäste, welche in Urlaub-auf-den-Bauernhof-Betrieben und anderen nicht gewerblichen Strukturen nächtigen, Teil der Gesamtgästeanzahl und somit auch Teil aller damit verbundenen Herausforderungen. „Es ist somit keineswegs nachvollziehbar, warum die Urlaub-auf-dem-Bauernhof-Betriebe und die anderen nichtgewerblichen Strukturen von einem Gesamtsteuerungssystem des Bettenangebotes ausgenommen werden sollten“, schreibt der HGV in seiner Medienaussendung. Überdies weist der HGV darauf hin, dass die gewerblichen Beherbergungsbetriebe in Südtirol seit geraumer Zeit keine quantitative Erweiterung mehr durchführen können.

Daher kann die Antwort hier nur lauten, dass sämtliche Beherbergungsformen (gewerbliche wie nicht gewerbliche) in diesem System gleichermaßen berücksichtigt und entsprechend gesteuert werden müssen.

„Wir hoffen nun, dass das Plenum des Südtiroler Landtages unsere ganzheitliche Ausrichtung teilt und somit die Entscheidung des zuständigen Gesetzgebungsausschusses entsprechend revidiert“, betont HGV-Präsident Manfred Pinzger abschließend in einer HGV-Medienaussendung.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

32 Kommentare auf "“Alle Beherbergungsformen gleichermaßen berücksichtigen”"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
alpenfranz
alpenfranz
Superredner
1 Monat 12 Tage

ich sehe schon einen Unterschied ob ein Hotel, womöglich in einer Tourismushochburg, noch 60 Betten aufstocken will oder ob der Bergbauer mit 15 Kühen und 5 ha Wiese, 2 kleine Appartemens ausbaut um über die Runden zu kommen.

falschauer
1 Monat 12 Tage

wie du das darstellst hast du recht, es gibt jedoch urlaub auf dem bauernhof betriebe im tal und mittelgebirge mit schwimmbad sauna usw, welche einem **** sterne hotel um nichts nachstehen

alpenfranz
alpenfranz
Superredner
1 Monat 12 Tage

@falschauer ja klar… deshalb darf man nicht sagen: alle müssen gleich behandelt werden. es gibt den Bauern der das überhaupt nicht braucht und es gibt genauso das Hotel das zu klein ist und dasses unbedingt braucht. und sicherlich gibt es auch dort fahren die zu wenig Betten haben. deshalb muss man bei jedem Fall genau hinschauen. aber grundsätzlich haben wir genug Betten….und wir müssen bremsen.

bern
bern
Universalgelehrter
1 Monat 11 Tage

@falschauer
stimmt nicht. Es gibt einen großen Unterschied: der Bauer darf nur maximal 5 Ferienwohnungen haben, der Hotellier auch schon mal 100.
Lieber 20 UaB, damit 20 Bäuerinnen eine Job haben, als ein Hotel mit 100 Betten, damit eine Hotelliersfamilie gut verdient und 30 Gastarbeiter herankarrt.

Kinig
1 Monat 11 Tage

Wird Urlaub auf dem Bauernhof ganz regulär gemeldet ?
Bezahlen „Bauern „ Steuer , oder gehen sie auch hier frei, da die armen ja sonst nicht überleben würden ?

alpenfranz
alpenfranz
Superredner
1 Monat 11 Tage

@Storch24 bitte richtig lesen. ich habe nicht von einem obstbauern in eppan gesprochen der vielleicht sieben oder acht Hektar Äpfel oder Wein hat. sondern von jenen, die von der Landwirtschaft alleine nicht mehr ( oder kaum) noch leben können. Und viele von diesen, vor allem Bergbauern, sind maßgeblich am Landschaftsbild beteiligt. und natürlich sollten sie Steuern zahlen wie jeder andere auch

GGP
GGP
Grünschnabel
1 Monat 12 Tage
sind sowieso jetzt schon viel zu viele touristen hier, wenn ich mit dem auto nach meran fahre wo 90 zone ist fahren die touristen 40, u weil sie die mehrheit auf der strase sind beschwert sich auch keiner, zb mal hupen. soll mal jemand in innsbruck versuchen 5 sekunden zu langsam zu fahren, da hört man es sofort von den autos dahinter, es sollte die gesamte jetzige bettenzahl halbiert werden, es heist zwar immer die bringdn arbeitsplätze, aber schaut euch mal an wer in den hotels arbeitet? alles ausländer, die einzigen die von den massen an touristen wirklich profitieren sind… Weiterlesen »
falschauer
1 Monat 11 Tage

du bist ganz schön kurzsichtig vom tourismus profitiert, der handel, das handwerk, die restauration, die dienstleistung, usw usw also das nächste mal denken und dann schreiben

altmeraner
altmeraner
Tratscher
1 Monat 11 Tage

@GGP, du bist ja ganz ein schlauer. Man soll die Betten reduzieren weil dir die Touristen zu langsam fahren, damit verdienst du dir den Titel der dümmsten Kommentare hier, und der ist hier hart umkämpft. Und wenn du behauptest die Touristen sind auf der Mebo in der Mehrheit, dann bist du diese Strecke noch nie gefahren.

hoffnung
hoffnung
Tratscher
1 Monat 12 Tage

Die Großgrundbesitzer (Bauern) werden wieder einmal bevorzugt. Den
kleinen Betrieben im Tourismus, die keine Großgrundbesitzer sind, hilft
keiner!!!!!!!!!! Dann drücken wir mal die Wahlbeteiligung auf unter 7
Prozent!!!!!!!!!!!!!!!!! Tschüss Schuler!!!!!!!!!!!!!!!

bern
bern
Universalgelehrter
1 Monat 11 Tage

Die Bauern sind schon immer limitiert, auf 5 Wohnungen!

Kinig
1 Monat 11 Tage

Armer Bauer, der 5 Wohnungen hat . Bezahlt er dafür GIS ?
Ein normal Arbeiter arbeitet 30 Jahre um eine (1) Wohnung sich zu leisten. Und bezahlt Steuer dafür

bern
bern
Universalgelehrter
1 Monat 11 Tage

@Storch
ein normaler Arbeiter ist kein Unternehmer….somit braucht er keine 5 Wohnungen um Geld zu verdienen, da er das Geld ja als Angestellter verdient. Natürlich zahlt er GIS (in Südtirol, im Rest Italiens ist Agritourismus von der IMU ausgenommen). Informier dich mal bei der Gemeinde.

wellen
wellen
Universalgelehrter
1 Monat 12 Tage

Dolchstoß der Bauern ins Herz der Kollegen. Jaaa Freunde unterm Edelweiss. Spaltung der Partei folgt.

irgendwer
irgendwer
Tratscher
1 Monat 12 Tage

also 10 Bauern mit je 5 Ferienwohnungen zu 4 Betten = 200 Betten

das sind mehr als eine große Hotel Bettenburg !!!!!!

bern
bern
Universalgelehrter
1 Monat 11 Tage

Ja, aber dann haben 10 Bäuerinnen ein Überleben. Und nicht nur ein Hotellier.

el_tirolos
el_tirolos
Superredner
1 Monat 12 Tage

Verstehe da den HGV voll und ganz! Wenn sollten alle Bette zählen oder keine!

irgendwer
irgendwer
Tratscher
1 Monat 12 Tage

es ist sicher niemand gegen Tourismus ….aaaaber Overourismus das ist für die Bevölkerung einfach zuviel …..
wir sollten uns überall zurückziehen und unsere Landschaft , Berge und Strassen den Tourismus überlassen …..

sehr traurig !!!!!!

Tratscher
1 Monat 12 Tage
Wo endlich ein Riegel vorgeschoben werden muss, ist bei den Neubauten von “Luxushotels”! 5 Sterne draufkleben und um 4 Sterne Gäste werben. Wenn schon Luxus, dann soll das auch dementsprechend umgesetzt werden und kann infolge nicht für Jedermann erschwinglich sein. Ohne einer Berufssparte zu nahe treten zu wollen, aber es kann nicht sein, dass sich montags Normalverdiener über das Wellness Wochenende in besagten “Luxustempeln” unterhalten. Da stimmt was nicht! Aber wenn das Personal – sofern noch vorhanden – wie Zitrusfrüchte ausgequetscht wird und mit unbezahlten Überstunden diese Aufenrhalte “subventioniert” freuen sich Lieschen Müller samt Anhang weiterhin. Und was genau hat… Weiterlesen »
anjaa
anjaa
Neuling
1 Monat 12 Tage

I wor dr Meinung dass UAB generell lei 1500m3 bau torf? Sel hoaßt ca 5 Wohnungen oddo 8 DZ….
Odr binni dou folsch informiert? Hon no kuan UAB gsegn mit 40 Bettn…. Klärt mi moll auf. Donk

Gredner
Gredner
Kinig
1 Monat 11 Tage

In 1500 m³ kann man locker 5 Wohnungen zu 110 m² unterbringen, wo jeweils 3 DZ passen, also insgesamt 30 Betten!

Kennschinwehin
1 Monat 11 Tage

Mit dem alten Höfegesetz konnte man eine Hofstelle mit 1000m3 und UaB mit 1500m3 bauen. Mit dem neuen Höfegesetz darf man insgesamt Hofstelle+UaB 1500m3 bauen/erweitern.

bern
bern
Universalgelehrter
1 Monat 11 Tage

@anjaa
stimmt, die UaB sind sehr limitiert. Und die Hotelliere mit 100 Zimmern plärren rum und neiden der Bäuerin ihr Einkommen.

altmeraner
altmeraner
Tratscher
1 Monat 11 Tage

@Kennschinwehin, altes Gesetz 1000m³ Hofstelle plus 250m³ UaB ergibt 1250m³; neues Gesetz Hofstelle+ UaB 1500m³

anjaa
anjaa
Neuling
1 Monat 11 Tage

@Gredner obbo wos i woas isch , dass die Bettninzohl a limitiert isch odr?

Kennschinwehin
1 Monat 11 Tage

@almeraner sie haben recht. Hab das anders im Gedächtnis gehabt.

Erwin
Erwin
Tratscher
1 Monat 11 Tage

Was wollen die sogenanten Bauern noch alles aus dem sie Provit schlagen wollen??Niemand wird mehr geholfen und Türen geöffnet wie den Bauern und sie bezahlen am wenigsten Steuern ein!Andere Betriebe kämpfen auch ums überleben und dehnen hilft nämlich niemand!

bern
bern
Universalgelehrter
1 Monat 11 Tage

@Erwin
ganz einfach: normale Betriebe kann man zusperrren und damit die Umwelt entlasten. Bauernhöfe zusperren heißt die Umwelt belasten, Kühe weg, Touristen weg, Wald frisst Wiese, Südtirol wächst wieder zu.

Doolin
Doolin
Kinig
1 Monat 10 Tage

@bern
…wär das so schlecht?…
🤔

Gredner
Gredner
Kinig
1 Monat 11 Tage

Dei Privaten dürfen 1000 m³ verbauen und die Bauern 1500 m³, “weil sie selbst im Haus wohnen”. Wie bitte? Und die Privaten dürfen nicht im eigenen Haus wohnen? Was soll diese Nebelkerze?!?

altmeraner
altmeraner
Tratscher
1 Monat 11 Tage

@ Gredner, wo steht geschrieben dass Private 1000m³ bauen dürfen?

Rosenrot
Rosenrot
Superredner
1 Monat 10 Tage

Die Bauernförderung hat das Maß überschritten, Unterstützungen und Hilfen noch und nöcher. Wer es nicht schafft, auf eigenen Beinen zu stehen, soll mit dem Bauernsein aufhören.

wpDiscuz