Sicherheitsrisiken im Internet lassen sich leicht minimieren

Am 1. Februar ist “Change Your Password Day”

Dienstag, 30. Januar 2018 | 16:30 Uhr

Am Donnerstag, 1. Februar, ist “Change Your Password Day”. Aus diesem Anlass hat das deutsche Hasso-Plattner-Institut (HPI) dazu aufgerufen, an die wichtigsten Regeln zur Erstellung starker Passwörter zu denken. HPI-Direktor Christoph Meinel kritisierte etwa, dass die Zahlenfolge “123456” nach wie vor das weltweit beliebteste Passwort ist – dicht gefolgt von “12345678”, “111111” und “qwerty”.

Rund jeder fünfte Internetnutzer verwendet nach einer Auswertung des Potsdamer Informatikinstituts das gleiche Passwort für mehrere Dienste. Dabei ließen sich Meinel zufolge die Risiken eines Identitätsdiebstahls leicht minimieren.

Das HPI empfiehlt zur Erstellung starker Passwörter eine Länge von zehn bis 15 Zeichen. Der Geheimcode sollte verschiedene Zeichentypen enthalten sowie Groß- und Kleinschreibung einbeziehen. Ein Beispiel: Während sogenannter Brute-Force-Attacken, bei denen Software die Abfolgen bestimmter Zeichen zum Entschlüsseln eines Passworts ausprobiert, wird für die Aufdeckung des Passworts “secret” weniger als eine Sekunde benötigt. Für das Passwort “!sEcRe!2%9” wären es nach aktuellem Stand über 19 Jahre.

Nicht verwenden sollten die Nutzer persönliche Informationen, diese könnten leicht erraten werden. Auch Wörter aus dem Wörterbuch könnten mit Hilfe von Software leicht geknackt werden. Außerdem sollte nie dasselbe Passwort für mehrere Konten verwendet werden. Meinel empfiehlt Nutzern, ihre Passwörter von Zeit zu Zeit wechseln. Keinesfalls sollte dabei jedoch auf alte Passwörter oder Variationen zurückgegriffen werden.

Von: apa