Bei Bankomaten von heimischen Banken wird weiterhin nichts eingehoben

An einzelnen Bankomaten wird Geldabheben bald teuer

Sonntag, 14. Oktober 2018 | 09:40 Uhr

An einzelnen Bankomaten wird Geldabheben in den nächsten Tagen teuer: Wer Geldausgabemaschinen nutzt, die nicht von den heimischen Banken betrieben werden, muss dann damit rechnen, eine Bankomatgebühr bezahlen zu müssen. Bisher haben ihre Banken diese Gebühr übernommen. Nun hat aber der Verfassungsgerichtshof (VfGH) geurteilt, dass die Geldhäuser diese Kosten nicht mehr tragen müssen.

Kunden sind gut beraten, sich über allfällige Gebühren am jeweiligen Gerät genau zu informieren. Vor der Abhebung muss ein Hinweis auf Gebühren am Schirm erscheinen. Denn die Banken dürften mehrheitlich sehr rasch das am Freitag bekannt gegebene Erkenntnis des Verfassungsgerichtshofs umsetzen, sobald es via Bundesgesetzblatt veröffentlicht wurde. Das kann in den nächsten Tagen schon sein.

Zeitnah danach werden die Kunden selbst die Gebühr bei Bankomaten begleichen müssen, wenn eine anfällt. “Es wird wieder so sein, wie zu jener Zeit, bevor das aufgehobene Gesetz gültig war”, sagten Branchenvertreter auf APA-Anfrage.

Mitte 2017 gab es in Österreich 8.672 Bankomaten, davon wurden 7.400 von den heimischen Banken (genauer: von der PSA Payment Services Austria) betrieben, das entspricht 84 Prozent der von der Oesterreichischen Nationalbank erfassten Geräte. Jeder siebente Bankomat in Österreich wurde also vor einem Jahr nicht von den heimischen Banken betrieben.

Das heißt aber auch nicht, dass an allen diesen Geräten Gebühren anfallen. Einzig die Firma Euronet hat bisher offengelegt, dass sie 1,95 Euro je Behebung verlangt. Wenn man 50 Euro abhebt, entsprechen die 1,95 Euro immerhin 3,9 Prozent Spesen. Ein weiterer großer Anbieter ist Datafirst.

Mehrere Bankenvertreter sagten auf Nachfrage auch, dass sie selbst keine Bankomatgebühren planen würden. Bei individuellen Vereinbarungen dürfen laut Erkenntnis des VfGH die Banken Gebühren fürs Geldabheben künftig einheben.

Konsumentenschutzministerin Beate Hartinger-Klein (FPÖ) kündigte am Freitag nach dem VfGH-Erkenntnis an, eine “Kennzeichnung der kostenpflichtigen Bankomaten” anzustreben. Darum gehe es aus Sicht des Verbraucherschutzes.

Von: apa

Kommentare

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3 Kommentare auf "An einzelnen Bankomaten wird Geldabheben bald teuer"


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m69
m69
Kinig
30 Tage 17 h

Bankster? Lobby?

Ein Schelm wer sich dabei etwas Böses denkt!

Amadeus
Amadeus
Grünschnabel
30 Tage 10 h

Da liest man die Hälfte des Artikels und erhält dann den Hinweis: in Österreich … !?. Mir wäre lieber wenn man das schon durch einen Hinweis von Anfang an wüsste, dann ersparte man sich überflüssiges Lesen.

6079_Smith_W
6079_Smith_W
Universalgelehrter
30 Tage 10 h

Vielleicht liegts auch an den Geldautomaten die letztens bei uns gesprengt wurden ? Irgendwer muss ja für den Schaden aufkommen… 😉

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