Beschluss der Landesregierung

Anerkennung der Berufserfahrung in der Palliativbetreuung

Dienstag, 01. September 2015 | 16:42 Uhr

Bozen – Die Palliativmedizin setzt sich mit der Pflege, Begleitung und Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen auf ihrem letzten Weg auseinander und hat in den vergangenen Jahren auch in Südtirol eine zunehmende Bedeutung erlangt. Am heutigen Dienstag hat die Landesregierung die Anerkennung der Berufserfahrung für Ärzte ohne Facharztausbildung in diesem Bereich beschlossen.

"Die palliativmedizinische Versorgung hat zum Ziel, schwer- und todkranken Patienten bis zum letzten Atemzug ein Leben in Würde zu schenken, deren Lebensqualität in einer schweren Situation ein Stück weit zu erhalten und pflegerische, medizinische und spirituelle Unterstützung zu bieten", unterstreicht Gesundheitslandesrätin Martha Stocker die Bedeutung der Palliativmedizin in Südtirol. Neben einer Reihe von Fachärzten und spezialisierten Berufsbildern sind in den öffentlichen und privaten akkreditieren Netzwerken für die Palliativbetreuung auch Ärzte ohne Facharztausbildung oder mit einer nicht in diesem spezifischen Bereich angesiedelten Ausbildung tätig.

Diese können nun, sofern sie vor dem 1. Jänner 2014 eine mindestens dreijährige (auch nicht durchgehende) Tätigkeit nachweisen können, um eine Zertifizierung ihrer Berufserfahrung ansuchen. Das zuständige Landesamt der Abteilung Gesundheit wird nach dem heutigen Beschluss der Landesregierung unmittelbar die dafür notwendigen Schritte in die Wege leiten, damit interessierte Ärzte innerhalb des Endtermins vom 22. Jänner 2017 ihr Ansuchen für die Anerkennung einreichen können.

Landesrätin Martha Stocker erinnert in diesem Zusammenhang auch daran, dass in einem Projekt des Südtiroler Sanitätsbetriebes derzeit intensiv am Aufbau eines Netzwerkes und eines einheitlichen Betreuungspfades für die palliative Versorgung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen gearbeitet wird.

Von: ©lpa

Bezirk: Bozen