Wenig Lust auf den Sommerschlussverkauf – ein Kommentar

Angstsparende Südtiroler?

Mittwoch, 27. Juli 2022 | 22:11 Uhr

Bozen – Früher ist von nicht wenigen der Sommerschlussverkauf regelrecht herbeigesehnt worden. Selbst während der Pandemiezeit, als zwischen den Coronawellen im Sommer die Einschränkungen lockerer waren, wurde trotz der vielen klammen Geldbeutel der Sommerschlussverkauf als wiedererrungenes Symbol der Freiheit gefeiert.

fotolia.de/Kzenon

Heuer hingegen scheint gefühlt nicht nur das Kaufinteresse, sondern irgendwie auch die Stimmung zu fehlen. Schön wär’s, wenn, wie hds-Präsident Philipp Moser meint, es nur an der Hitze und dem anhaltenden Sommerwetter liegen würde.

Der Schreiber dieser Zeilen verfügt zwar über keine seriösen Umfragen, aber der vielfältige Meinungsaustausch mit Kollegen, Freunden und Familienangehörigen sagt, dass es weniger das schöne Wetter, sondern vielmehr die Angst vor einem „teuren“ Herbst sei, die die Kauflust hemme.

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Auch wenn die Schnäppchen noch so sehr locken, drehen die Gespräche sich doch bald um die zu Hause eingetrudelten gesalzenen Gas- und Stromrechnungen oder um die drohende Nachzahlung der Kondominiumsspesen. Gefühlt werden viele Südtiroler Normalverdiener zwar in den Urlaub fahren und sich die eine oder andere Freude gönnen, aber beim Sommerschlussverkauf dürfte heuer meist nur das erworben werden, was notwendig ist.

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Ein Ende der hohen Energiepreise ist genauso wenig absehbar wie ein Ende des Krieges in der Ukraine oder jenes der Pandemie. Um nach einem Sommer in den Spendierhosen im Herbst nicht Gefahr zu laufen, mit einer leeren Brieftasche dazustehen, dürften viele Einheimische bereits im Sommer die Notbremse ziehen.

Einige Beobachten sprechen vom bekannten Phänomen des „Angstsparens“. Es dürfte wahrlich die Angst vor dem, was kommen könnte, sein, die die Kauflust der sonst sonnigen Südtiroler Gemüter trübt.

Von: ka

Bezirk: Bozen

Kommentare

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25 Kommentare auf "Angstsparende Südtiroler?"


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Savonarola
17 Tage 33 Sek

Angstsparen? Die Erklärung dürfte viele simpler sein:
1) es tut sich niemand an, bei 37 Grad ins Probekleid hinein zu schwitzen oder ins verschwitzte Probekleid hinein zu schlüpfen;
2) Schnäppchen gibt es in Bozen keine, höchstens im Internet;
3) die Geldgierigen, die die Ötzitouristen durch die Geschäfte der Altstadt treiben wollen und die Unsympathen, die keinen Autoverkehr in der Stadt wollen, bekommen auch keine Kunden mehr ab.
Und das ist gut so.

falschauer
15 Tage 22 h

ich frage mich oft welche probleme du wohl haben musst, der frust zwischen den zeilen die du schreibst ist fast unerträglich, mit so einer negativen einstellung zu allem muss das leben echt schwer zu ertragen sein

Kinig
14 Tage 20 h

Gestern in Bozen Obstmarkt, eine Touristin wollte Kirschen kaufen, sieht den Preis und verlangt nach „ günstigeren.
Eine Straße weiter sagt eine Dame (D) vor einem Schuhgeschäft. Komm lass uns reingehen.
ER , hast du die Preise gesehen ? Viel zu teuer.
Ja unsere lieben C02 Kunden

Savonarola
14 Tage 18 h

@falschauer

kannst du auch mal was schreiben, ohne gleich persönlich zu werden? Offensichtlich nicht. Fragt sich also, wer hier der Frustrierte ist.

falschauer
14 Tage 17 h

@Savonarola

wenn du eingestehst, dass der 3.punkt deines kommentars ein überzogenes schlechtreden der stadt bozen ist, dann nehme ich meine überzogene stellungnahme zurück

ps: bin kein bozner ich finde nur, dass hier sehr viel übertrieben und ins negative gezogen wird

Savonarola
14 Tage 13 h

@falschauer

das ist nicht übertrieben, sondern Fakt.

Doolin
Doolin
Kinig
14 Tage 5 h

@Storch24
…es hat doch geheissen, wir leben alle vom Tourismus…
🤪

Neumi
Neumi
Kinig
14 Tage 29 Min

@ Storch die Ds kaufen halt auch zu Hause ein, so wie’s von uns erwartet wird 🙂
Nur bezahlen wir hier für’s gleiche mehr als sie bei sich zu Hause.

Man müsste mal durchrechnen, wie viel mehr CO2 durch die Überstunden produziert wird, die wir leisten müssen, damit wir uns die hiesigen Preise leisten können.

falschauer
13 Tage 18 h

@Savonarola

wie oft in der woche bist du in bozen?

falschauer
13 Tage 17 h

@Savonarola

das was du schreibst stimmt in keiner weise und dann wunderst du dich wenn man lügner energisch zurechtweist und fühlst dich persönlich angegriffen, das ist ja lächerlich und ein armutszeugnis

MartinSchmidt
MartinSchmidt
Grünschnabel
13 Tage 2 h

Wenn man sich die Kommentare und Daumen auf dieser Seite anschaut dann ist das hier ein Treffpunkt der Frustrierten und Neider. Leider denken jeztz viele dass sie die Merhheit sind…

MartinSchmidt
MartinSchmidt
Grünschnabel
13 Tage 2 h

Ich geb dir sicher Recht dass es in Bozen keine wirklichen Schäppchen gibt, aber du kannst auch gerne mit dem Bus kommen und dann wirds eh schon viel billiger…

brunner
brunner
Universalgelehrter
16 Tage 23 h

A sette Geplärre….werden wohl die Touris a Geld ausgeben…einheimische Arbeitnehmer haben nämlich bald überhaupt keine Reserven mehr…

falschauer
15 Tage 22 h

fragt sich nur wer hier permanent plärrt

N. G.
N. G.
Kinig
16 Tage 23 h

Sommerschlussverkauf ist im Netz, gefühlt, jeden Tag. Auslaufmodell!
Persönlich kaufe ich was gefällt, egal wo und zu welchem Preis. Da wird nicht ins Geschäft gegangen und vor den Kauf gegoogelt! Würde jeder das tun, ginge es den Südtiroler Einzelhändlern besser

falschauer
15 Tage 22 h

einkaufen ist ein erlebnis ein genuss, durch die gassen der stadt schlendern, zwischendurch einen kaffee trinken, zufällig einen bekannten treffen und a ratscherle mochn, das kann man doch nicht mit dem daheim vor dem pc sitzen und onlinekaufen vergleichen, ist die gesellschaft abgestumpft? kein wunder dass depressionen zunehmen und die menschen vereinsamen

Tina1
Tina1
Superredner
16 Tage 22 h

Soll man wenn man für Lebensmittel, Strom, Gas und Benzin das Geld braucht für Sachen ausgeben die nicht unbedingt notwendig sind. Auch hier kann man(n)/frau sparen. Außerdem im Ausverkauf eh alles Ladenhüter.

Staenkerer
16 Tage 17 h

maaa …. i spor wegn de panikmocherprophezeiungen auf an wormen pulover, wenn i im winter in der koltn wohnung huck weil i nimmer hoazn dorf, oder konn oder des mir nimmer derleist … denn semm hilft a summerhuttele wienig ….

Neumi
Neumi
Kinig
16 Tage 13 h

Ohrenschützer und/oder Mütze nicht vergessen 🙂

Sigo70
Sigo70
Superredner
16 Tage 18 h

“Um nach einem Sommer in den Spendierhosen im Herbst nicht Gefahr zu laufen, mit einer leeren Brieftasche dazustehen, ” die meisten haben jetzt bereits leere Brieftaschen bei laufenden Krediten und steigenden Zinsen! Da werden halt Priorität gesetzt.

Doolin
Doolin
Kinig
16 Tage 23 h

…koan Geld mehr für Hotteln…
😆

Kinig
14 Tage 20 h

Angstsparen ? Der Reiche kauft Luxusobjekte in Vr (LV)
Und die untere Klasse kann es sich nimmer leisten.

falschauer
14 Tage 17 h

die untere klasse hat sich gewissen luxus noch nie leisten können, nur haben sich die zeiten geändert, früher hat man mit dem leben können, heute will jeder alles haben unabhängig ob er sich das leisten kann oder nicht und was es früher nur rar gegeben hat und heute zuhaufen vorkommt ist der neid

Offline1
Offline1
Kinig
16 Tage 15 h

Schlussverkauf, ob Sommer-, Winter- oder Saisonende hat mich noch nie interessiert. Ich kaufe das, was ich benötige und mir gefällt dann, wenn es soweit ist.

klinge83
klinge83
Grünschnabel
12 Tage 4 h

Wenn i di preise ba ins do unschaug, isch sogor dor ausverkauf zu teuer…wos do bei ins verlong werd (in olle spartn) isch lächerlich hoach! U i mecht net wissn, af wiaviele gewänder a folscher unfongspreis afn etikett steat u di leit nor moanen, mit 50% ischs seggo di hälfte billiger.

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