Großer Andrang dagegen auf den Nordschwarzwald

Ansturm auf deutsche Wintersportorte bleibt vorerst aus

Samstag, 09. Januar 2021 | 15:46 Uhr

Der Schnee hat am Samstag in Deutschland wieder viele Ausflügler in die winterlichen Landschaften gelockt. Der angesichts von Infektionsgefahren befürchtete Ansturm blieb jedoch zunächst weitgehend aus. Polizei und Gemeinden hatten Sperrungen und verstärkte Kontrollen angekündigt. Am vergangenen Wochenende waren Massen von Ausflüglern dem Lockdown und allen Corona-Appellen zum Trotz in verschneite Bergregionen geströmt. Mindestabstände wurden oft nicht eingehalten.

In Nordrhein-Westfalen war es am Samstag nach Polizeiangaben in beliebten Orten im Sauerland und in der Eifel zunächst ruhig. Zu Mittag hätten sich die Parkplätze hinter der gesperrten Zone und die Rodelpisten allerdings langsam gefüllt. Der Zulauf in Winterberg, Schmallenberg, Sundern und Olsberg halte sich aber in Grenzen und sei kein Vergleich zum vergangenen Wochenende, sagte ein Sprecher. “Wir sind sehr froh, dass die Menschen den Appellen folgen.” Auch in der Eifel gab es am Vormittag laut Polizei fast keinen Touristenzustrom.

Bayerns beliebte Ausflugsziele verzeichneten am Vormittag ebenfalls noch nicht den großen Ansturm. Doch trotz der Appelle, zu Hause zu bleiben, waren viele Ausflügler unterwegs. Insbesondere am Schwansee im Ostallgäu war der Andrang bereits in der Früh stark. Im Fichtelgebirge und im Bayerischen Wald verzeichnete die Polizei noch kein verstärktes Besucheraufkommen.

Dagegen wurden wegen des großen Andrangs auf den Nordschwarzwald bereits am Morgen alle Zufahrtsstraßen zur Schwarzwaldhochstraße gesperrt, wie ein Polizeisprecher aus Offenburg sagte. Die Parkplätze waren bereits am Vormittag belegt. Die Menschen, die mit ihren Autos auf den gesperrten Straßen standen, seien jedoch meist einsichtig und akzeptieren die Anweisungen der Beamten. Auch die Schwäbische Alb war das Ziel vieler Ausflügler. “Es ist zwar viel los, doch es ist noch nicht chaotisch”, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidium Reutlingen

Viele Ausflügler machten sich am Samstag auch wieder auf den Weg in den Harz, um zu rodeln oder Winterwanderungen zu unternehmen. Anders als am vergangenen Wochenende habe es aber zunächst keinen Ansturm auf beliebte Orte wie den Wernigeröder Ortsteil Schierke gegeben, sagte ein Polizeisprecher in Halberstadt. Der Großraum-Parkplatz im niedersächsischen Torfhaus bei Goslar war ab Samstagmittag voll, wie die Polizei mitteilte. Doch die Besucher verteilten sich den Beamten zufolge besser in der Region als noch an den Vortagen.

Im Thüringer Wald waren die Parkplätze etwa rund um Siegmundsburg, Ilmenau oder Masserberg bis zu Mittag gut gefüllt. Die Polizei sprach jedoch von einer normalen Lage. “Es ist bisher alles im Rahmen”, sagte eine Sprecherin in Sonneberg. Die Orte im Thüringer Wald waren in den Tagen zuvor von Ausflüglern teils überrannt worden.

Von: APA/dpa-AFX

Kommentare

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12 Kommentare auf "Ansturm auf deutsche Wintersportorte bleibt vorerst aus"


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pfaelzerwald
pfaelzerwald
Universalgelehrter
16 Tage 1 h

Die Deutschen sind unvernünftig. Nicht alle, aber zu viele.

Hustinettenbaer
Hustinettenbaer
Universalgelehrter
16 Tage 17 Min

@pfaelzerwald
Ja, ist leider so. Und die Ausreden, die man in Interviews so hört, sind unverschämt dämlich.

Missx
Missx
Kinig
15 Tage 23 h

@pfälzerwald
Das sage ich ja lange schon. Wenn man bedenkt wie präsent das Thema in dem Medien ist, pfeifen wohl viele drauf .
D müsste auch nach den Verkehr zwischen den “Landkreisen” unterbinden, sonst wird das nichts.

Spiegel
Spiegel
Universalgelehrter
15 Tage 22 h

Doch die linken Anticorona Proteste werden in Deutschland immer häufiger

Hustinettenbaer
Hustinettenbaer
Universalgelehrter
15 Tage 19 h

“Nach Ansicht von Chaberny konterkarieren typisch menschliche Angewohnheiten die Kontaktreduktion aber nicht nur mit Blick auf Ausflüge in den Schnee. »Das ist überall zu beobachten. Menschen sitzen etwa in der Kantine auf Abstand und rücken im Eifer des Gefechts dann doch wieder zusammen. Das lässt sich gar nicht vermeiden.«”
https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/corona-worum-es-bei-der-einschraenkung-des-bewegungsradius-auf-15-kilometer-wirklich-geht-a-ce483576-4d42-45a2-86e2-57874299c00d

Hustinettenbaer
Hustinettenbaer
Universalgelehrter
15 Tage 19 h

@Spiegel
O.k. dann waren die “Reichstags-Stürmer” eben links. Wie die “Trump-Randaletruppe”.

MH2104
MH2104
Grünschnabel
15 Tage 7 h

@Missx.. Da gebe ich Ihnen recht. Viele sind riesen Egoisten und kennen nur Ihren eigenen Vorteil und den Schützen Sie indem Sie egal was ist auf andere zeigen…

Nuwos
Nuwos
Grünschnabel
15 Tage 7 h

@Spiegel ich wusste gar nicht, dass die Anticorona-Leute links sind. Magst du mir die Quelle deines Wissens (oder Verdachts) nennen?
Erstaunlich, dass so viele Meldungen über eine rechte Unterwanderung bei den Anti-Corona-Maßnahmen- Demonstrationen berichten. Irren Die sich alle? Und du weißt mehr?

Ars Vivendi
14 Tage 2 h

@Missx..kehre vor deiner eigenen Tür. Es gilt im Übrigen ein Radius von 15 Kilometern um den Wohnort. Weißt du überhaupt, wie groß ein Landkreis in Deutschland flächenmäßig sein kann ?

Ars Vivendi
14 Tage 2 h

@MH2104…kommentierst du die Situation in Südtirol ??

Missx
Missx
Kinig
13 Tage 23 h

@MH2104
In Italien darf man die Regionen und manchmal die Gemeinde nicht verlassen. Das ist gut für die, die es gar nicht kapieren.

pfaelzerwald
pfaelzerwald
Universalgelehrter
13 Tage 22 h

@Ars Vivendi
Ja. Es gibt Landkreise ( nicht nur in Mecklenburg-Vorpommern), die sind flächenmäßig größer als das Bundesland Saarland.

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