Das MacBook Air bekommt unter anderem schnellere SSD-Festplatten

Apple erneuert Einstiegslaptop MacBook Air und iPad Pro

Dienstag, 30. Oktober 2018 | 19:47 Uhr

Lange haben Apple-Fans auf eine neue Version des in die Jahre gekommenen MacBook Air gewartet. Nun ist sie da – mit aktualisierter Technik. Außerdem verabschiedet sich der Hersteller beim iPad Pro vom Lightning-Anschluss.

Apple lässt sich auf USB-C ein: Beim neuen iPad Pro tauscht der Hersteller die Lightning-Buchse gegen den aktuellsten USB-Verbindungsstandard. Ansonsten passt Apple das Design des Tablets an die aktuelle iPhone-Generation an. Der Home-Button fällt weg, dafür sind die Ränder ums Display deutlich schmaler geworden. Entsperren lässt sich das iPad Pro nicht mehr per Fingerabdruck, sondern mit Face ID, wobei das Gesicht des Nutzers gescannt wird. Zudem gibt es keinen separaten Kopfhörer-Anschluss mehr.

Das iPad Pro gibt es in zwei Größen mit Retina-Displays in 11 und 12,9 Zoll. Als Prozessor ist ein Apple-eigener A12X-Bionic-Chip verbaut, der Speicher ist zwischen 64 Gigabyte (GB) und 1 Terabyte (TB). Als Zubehör sind auch ein neuer Eingabestift und eine Tastatur erhältlich. Die Preise variieren je nach Konfiguration und starten bei 879 Euro für das kleinere, beziehungsweise 1.049 Euro für das größere Modell. Sie sind ab 7. November erhältlich.

Runderneuert hat Apple darüber hinaus auch das MacBook Air. Das auf hohe Mobilität ausgelegte Einsteigermodell bekommt ein 13,3 Zoll großes Retina-Display, schnellere SSD-Festplatten, Thunderbolt-3-Anschlüsse und einen Fingerabdruck-Sensor. Im Inneren arbeitet ein Intel-i5-Prozessor der achten Generation, dem bis zu 16 GB Arbeitsspeicher (RAM) zur Seite stehen. Außerdem lässt sich das Notebook mit bis zu 1,5 TB Speicherplatz ausrüsten. Überarbeitet hat Apple auch die Tastatur, die zuletzt bei den MacBook-Pro-Modellen für Kritik sorgte. Erhältlich ist das MacBook Air ebenfalls ab 7. November zu Preisen ab 1.349 Euro.

Als kleine Alternative für den Desktop hat Apple darüber hinaus einen deutlich überarbeiteten Mac Mini gezeigt. Der kleine Rechner verfügt nun je nach Ausstattung über Intel-Prozessoren der achten Generation mit vier oder sechs Kernen. Außerdem können Nutzer den Mac mini mit bis zu 64 GB RAM und bis zu 2 TB Speicherplatz ordern. An der Rückseite finden sich unter anderem Anschlüsse für Ethernet, Thunderbolt, USB-C sowie HDMI 2.0Der neue Mini-Rechner ist ab 7. November ab 899 Euro erhältlich.

Von: APA/dpa

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Neuerungen bei Apple-Produkten

Apple erneuert Einstiegslaptop MacBook Air und iPad Pro

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Apple hat sein in die Jahre gekommenes Einstiegslaptop MacBook Air grunderneuert. Die neue Version des populären Notebooks bekam einen drastisch verbesserten Bildschirm mit höherer Auflösung sowie einen Fingerabdruck-Scanner, der bisher teureren Pro-Modellen vorbehalten war. Zugleich steigt der Startpreis in Europa von 1.099 auf 1.349 Euro.

Als weitere Neuheit stellte Apple eine neue Version seines auf Profi-Nutzer ausgerichteten Tablet-Computers iPad Pro, bei der der Bildschirm fast die gesamte Frontseite ausfüllt. Das Gehäuse des neuen Air-Modells wird erstmals komplett aus recyceltem Aluminium hergestellt. Damit untermauert Apple seinen Anspruch, möglichst umweltfreundlich zu sein.

Als Apple-Gründer Steve Jobs vor gut einem Jahrzehnt das erste MacBook Air publikumswirksam aus einem Papierumschlag zog, war es ein revolutionäres Design, das die Richtung für den Laptop-Markt vorgab. Zuletzt wirkte das Air in Apples Produktpalette aber wie ein Relikt aus einer anderen Ära, weil viele Hardware-Komponenten veraltet waren.

Die Mac-Verkäufe sanken in dem Quartal im Jahresvergleich um 13 Prozent auf 3,7 Millionen Geräte. Das lag auch daran, dass das MacBook Air an Attraktivität verlor. Nach Einschätzung von Analysten war das Air aber – wohl auch dank des günstigen Preises – nach wie vor der meistverkaufte Mac-Computer. Damit ist es für Apples Position im Notebook-Geschäft extrem wichtig, mit der Erneuerung des MacBook Air den Nerv der Nutzer zu treffen. Insgesamt gibt es inzwischen weltweit 100 Millionen aktive Mac-Nutzer, wie Konzernchef Tim Cook bei dem Event in New York am Dienstag sagte.

Als weitere Neuheit stellte Apple eine komplett neu entwickelte Version des kleinen Desktop-Rechners Mac mini vor, der mehrere Jahre nicht aktualisiert wurde. Auch hier kommt der Aluminium-Teil des Gehäuses komplett aus dem Recycling, bei den Plastik-Elementen liegt der Anteil immerhin bei 60 Prozent.

Beim neuen iPad Pro ersetzt Apple – ähnlich wie bei den neuen iPhones – den Fingerabdruck-Scanner durch die Gesichtserkennung FaceID. Durch die schmaleren Ränder um den Bildschirm ist vor allem das Gehäuse der größeren iPad-Pro-Version mit 13-Zoll-Display deutlich kompakter geworden und hat jetzt in etwa die Abmessungen eines DIN-A4-Blatts. Das neue iPad bekam auch einen neuen leistungsstarken Chip auf Basis des A12-Prozessors aus den aktuellen iPhones. Das iPad sei damit schneller als 92 Prozent der in den vergangenen zwölf Monaten verkauften Notebooks.

Der neue Apple-Stift zum Zeichnen auf dem iPad-Bildschirm kann magnetisch an der Kante des Geräts haften – und wird dabei auch kabellos nachgeladen. Wie bereits in Berichten von Medien und Analysten in Aussicht gestellt, wurde der vom iPhone bekannte “Lightning”-Anschluss durch USB-C wie bei den neuen MacBooks ersetzt. Damit wird man zum Beispiel auch ein iPhone aus der Batterie eines iPad Pro nachladen können.

Apple musste in den vergangenen Jahren feststellen, dass der Tablet-Markt anders funktioniert als das Smartphone-Geschäft. Die iPads sind zwar die populärsten Tablet-Computer, doch der Markt insgesamt wurde nicht so groß, wie anfangs erwartet. Nachdem Gründer Steve Jobs 2010 das erste iPad-Modell vorstellte, zogen die Verkäufe zunächst steil an, das bisher beste Quartal gab es im Weihnachtsgeschäft 2013 mit gut 26 Millionen verkauften Geräten. Allerdings stellte sich auch heraus, dass die Nutzer ihre iPads deutlich seltener ersetzen als iPhones. Zudem sehen viele mit immer größer werdenden Smartphone-Bildschirmen keinen Bedarf für ein weiteres Gerät. Zuletzt wurden im Ende Juni beendeten Quartal rund 11,5 Millionen iPads verkauft. Cook betonte zugleich, dass Apple im vergangenen Jahr mehr iPads verkauft habe als die führenden PC-Hersteller Notebooks absetzen konnten.

Von: APA/dpa

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