BBT - Hauptröhre wird vereist

Arbeiten für Brennerbasistunnel schreiten voran

Donnerstag, 11. März 2021 | 12:35 Uhr

Beim südlichsten Baulos des Brennerbasistunnels (BBT) in Franzensfeste in Südtirol wird nun eine der beiden Hauptröhren vereist. Die neue Tunneltrasse kreuzt den Fluss Eisack – und um den Fluss in seinem ursprünglichen Flussbett zu belassen, sei eine Vereisung nötig, hieß es von der Errichtergesellschaft BBT SE am Donnerstag in einer Aussendung. Der erste Verbindungstunnel auf der “Baustelle Eisackunterquerung” wurde ausgebrochen.

Mit der Vereisung könne dann der erste der beiden Haupttunnel unter dem Fluss vorangetrieben werden. Eine erste Vereisungsphase wurde bereits im Herbst 2020 abgeschlossen. Bei dem Verfahren werde der Boden unter dem Fluss künstlich vereist, indem man Kühlflüssigkeit zirkulieren lässt, hieß es.

Konkret wird flüssiger Stickstoff in einen geschlossenen Kreislauf unter dem Flussbett injiziert, der eine Temperatur von minus 196 Grad erreicht. Dieser wird anschließend im gasförmigen Zustand in die Atmosphäre zerstreut. In einem weiteren Schritt werden die Temperaturen mit Hilfe von Salzlake auf einem Niveau von minus 30 bis minus 35 Grad aufrecht erhalten, damit der Boden gefroren bleibt. Damit wird der Vortrieb unter dem Fluss ermöglicht. Durch die Vereisungsmethode soll es zu keinen Umweltbelastungen kommen, so die BBT SE.

Zum aktuellen Stand der Bauarbeiten des Brenner Basistunnels stellte die Errichtergesellschaft fest, dass vier Hauptbaulose in Umsetzung begriffen seien. Bis dato habe man 138 Kilometer der insgesamt im Projekt vorgesehenen 230 Kilometer errichtet. Davon entfielen 47 Kilometer auf den Haupttunnel, 51 Kilometer auf Erkundungsstollen sowie 40 Kilometer auf sonstige Tunnelbauwerke wie Zufahrtstunnel oder Logistikstollen.

Von: apa

Bezirk: Eisacktal, Wipptal

Kommentare

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1 Kommentar auf "Arbeiten für Brennerbasistunnel schreiten voran"


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Chrys
Chrys
Tratscher
1 Monat 3 Tage

Wäre schön, wenn man die Baufortschritte in den einzelnen Staaten in Erfahrung bringen könnte. 
Ich habe das Gefühl, dass man auf suedtiroler Seite am weitesten ist. 

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